3. Handball-Liga:

ESG Gensungen/Felsberg startet im Ligapokal mit Chance auf DHB-Pokal

Konzentriert: Lukas Voß bekommt am Samstag für Gensungen/Felsberg (hier beim Strafwurf gegen Umstadts Rico Funck) eine Chance in Rodgau. 
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Konzentriert: Lukas Voß bekommt am Samstag für Gensungen/Felsberg (hier beim Strafwurf gegen Umstadts Rico Funck) eine Chance in Rodgau. 

Mehr als fünf Monate Warten auf einen Wettkampf haben ein Ende: Die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg spielen im Ligapokal um einen von zwei Plätzen für den DHB-Pokal. Dazu stehen drei Heim- und drei Auswärtsspiele an.

Gensungen/Felsberg – Los geht’s am Samstag (19.30 Uhr, live auf Sportdeutschland.tv) bei der HSG Rodgau Nieder-Roden. „Wir sind glücklich, dass wir das Privileg haben, uns wieder in einem Wettkampf zeigen zu dürfen. Das ist eine super Chance, uns weiter an die Drittliga-Luft zu gewöhnen“, betont Arnd Kauffeld. Der ESG-Coach liebäugelt durchaus mit der Aussicht auf den DHB-Pokal, sieht die Runde in erster Linie aber als ein Einspielen für die kommende Serie in der 3. Liga an.

Seit dem 25. März sind die Edertaler wieder voll im Training, mit vier Einheiten pro Woche nach drei Wochen Pause. Zuvor waren es zwei Einheiten, die eher ein „Erhaltungstraining“ darstellten. Ohne konkretes Ziel, was sich ab Samstag ändert.

Chance für Lukas Voß - Marc Lauterbach heiratet

„Wir haben noch keine Stammformation. Somit kann sich Jeder ohne Druck etablieren und seine Rolle im Team besser finden“, erklärt Kauffeld. Zum Auftakt fehlen jedoch einige Akteure: Nach Benedikt Hütt (Karriereende) und Maik Gerhold (Stand-by) fallen Max Bieber (berufliche Gründe, wechselt zudem nach der Runde nach Baunatal), die Neuzugänge Maxim Schalles und Nino Jedinak (beide erst ab 1. Juli spielberechtigt) sowie Friedrich Hellmuth, der auch in Baunatal trainiert, und Marc Lauterbach aus. Der Stammtorwart heiratet heute in Homberg. Dafür bekommt Lukas Voß eine Chance.

Als einziger Neuer dabei ist Tom Küllmer. Der Kreisläufer meistert den Sprung aus der Landesliga bislang prima und ist im Mittelblock eine Alternative zu Christoph Koch und Franco Rossel sowie Jona Gruber und Jannis Kothe. „Wir arbeiten an den Feinheiten in der 6:0-Deckung. Vor allem aber sollen der Spaß und das Kleingruppen-Spiel zu sehen sein“, sagt Kauffeld.

Rodgau setzt auf Talente und hat starke Achse

Folgerichtig fällt die Vorbereitung auf den Gegner kürzer als sonst aus, wenngleich der Coach weiß, „dass uns ein etablierter Drittligist erwartet, der für schnellen Handball steht.“ Schnell, weil jugendlich forsch, denn seit fünf Jahren setzen die „Baggerseepiraten“ vermehrt auf den (eigenen) Nachwuchs. Jüngstes Beispiel ist Torwart Philipp Hoepffner, der aus dem Nachwuchsleistungszentrum des TV Großwallstadt verpflichtet wurde.

Allerdings verfügt die HSG weiterhin über massig Erfahrung. Angefangen bei Rückhalt Marco Rhein, der auch Sportlicher Leiter ist, über Timo Kaiser, der bereits seit 2009 Tore am Fließband garantiert, bis hin zu Abwehrchef Philipp Kohlstrung, den Trainer Jan Redmann als „Unterschiedsspieler“ adelt.

Nicht zu vergessen US-Nationalspieler Samuel Hoddersen, der als Linksaußen über ein großes Wurfrepertoire verfügt, und der Halbrechte Henning Schopper, der als Linkshänder mit 102 Treffern hinter Hoddersen (150/29) ein Pfund war, mit dem Nieder-Roden in der abgebrochenen Saison 2019/20 Dritter der 3. Liga Mitte mit neun Punkten Vorsprung auf Eintracht Baunatal wurde. (Sebastian Schmidt)

22 Mannschaften spielen in drei Gruppen

22 Teams haben für den Ligapokal, der am Samstag parallel zur Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga startet, gemeldet. Eingeteilt wurden drei Gruppen: Nord: Füchse Berlin II, OHV Aurich, Oranienburger HC, ATSV Habenhausen, SC Magdeburg II, TSV Altenholz, TV Cloppenburg. Mitte: TV Gelnhausen, ESG Gensungen/F., HSG Bieberau-M., HSG Nieder-Roden, HG Saarlouis, TV Kirchzell, SV Zweibrücken. Süd: HG Oftersheim/S., TGS Pforzheim, SG Pforzheim-E., HBW Balingen-W. II, SG Leutershausen, TSV Blaustein, HC Erlangen II, TV Plochingen. 

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