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ESG Gensungen/Felsberg vergeigt Sieg beim 23:23 nach 16:10 beim TSV GWD Minden II

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Von: Sebastian Schmidt

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Bitter: Jan-Hendrik Otto und Gensungen/Felsberg ließen in Minden einen wichtigen Punkt liegen.
Bitter: Jan-Hendrik Otto und Gensungen/Felsberg ließen in Minden einen wichtigen Punkt liegen. © Pressebilder Hahn

Der Gang zu den mitgereisten 40 Fans fiel ihnen merklich schwer. Minutenlang verharrten die Spieler der ESG Gensungen/Felsberg nach dem 23:23 (16:10) in der Klassenverbleibsrunde II der 3. Handball-Liga beim TSV GWD Minden II anschließend auf der Bank. Weil sich das Remis „mehr wie eine Niederlage anfühlte“, wie Rechtsaußen Jan-Hendrik Otto bekannte.

Minden – Auch für Trainer Arnd Kauffeld war das Remis „brutal schmerzhaft, weil wir ihnen die Chance gegeben haben, nochmal zurück zu kommen.“ Denn im ersten Durchgang lieferten die Edertaler ihre vielleicht beste Saisonleistung ab. Da war Torwart Marc Lauterbach von Beginn an da. Da stand der Mittelblock mit Jona Gruber und Jannis Kothe wie eine Eins. Und da verteidigten auch alle anderen Akteure derart geschickt, dass der bislang stärkste Angriff der Runde fast zum Stillstand kam und etwa Junioren-Nationalspieler Florian Kranzmann auf Linksaußen abgemeldet war.

Selbst das verletzungsbedingte Ausscheiden von Kreisläufer Tom Küllmer nach dessen Treffer zum 5:4 (12., linker Fuß) und einige fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter steckten die Gäste weg. Auch die Umstellung Mindens von einer 6:0 auf eine 3:2:1-Deckung hatte zunächst keine Auswirkungen. „Wir haben zu viel Laufspiel von Gensungen zugelassen. Sie sind clever mit Tempo in unsere Lücken gestoßen“, zollte auch GWD-Coach Moritz Schäpsmeier der Vorstellung der ESG im ersten Durchgang Respekt. Über 8:5 (16., Jedinak), 12:8 (22., Schmidt) und 15:9 nach einem Doppelschlag von Otto sowie unwiderstehlichem Antritt von Wachs (28.) bog die ESG scheinbar unaufhaltsam auf die Siegerstraße ein.

Im Angriff viel zu statisch

Doch nach der Pause stellten sich die Gastgeber immer besser auf Gensungen ein. Verteidigten um Hüne Timo Stoyke wesentlich entschlossener, hatten mit dem sich steigernden Lucas Grabitz nun auch einen stabilen Rückhalt und trieben die Edertaler vermehrt ins Zeitspiel. Mit einem vergebenen Siebenmeter sendete Maxim Schalles ein fatales Zeichen an seine Mitspieler (31.). Die konnten sich bei Otto bedanken, der mit drei Treffern in Folge zum 19:14 (37.) für einen letzten Lichtblick sorgte. „Uns hat irgendwie der Mut verlassen. Wir waren im Angriff viel zu statisch“, ärgerte sich der Rechtsaußen.

Selbst in Überzahl – Minden kassierte allein im zweiten Durchgang fünf Zeitstrafen – gingen der ESG die Ideen aus. Da fehlte die Option mit dem siebten Feldspieler nach dem Ausscheiden Küllmers. Den Grün-Weißen gelang es, die Gäste weit vom eigenen Tor zu halten. Teilweise wurde ihnen fast an der Mittellinie der Stecker gezogen. Angetrieben vom überragenden Halblinken Alexej Demerza holten die Gastgeber Tor um Tor auf.

Elfeinhalb Minuten ohne Tor

In den letzten elfeinhalb Minuten gelang Gensungen kein Treffer mehr. Also keiner der zählte, denn Otto musste sich über seinen „Flüchtigkeitsfehler“ ärgern, dass er beim erfolgreichen Abschluss im Kreis stand (57.). Wachs haderte mit den am Ende heillos überforderten Unparteiischen, die vor seinem Wurf auf Stürmerfoul erkannten (58.). Und wenn es ganz dumm gekommen wäre, hätte Paul Holzhacker die Partie noch gänzlich auf den Kopf gestellt. Doch dessen Treffer schlug eine Sekunde zu spät im Netz ein.

Mit der Konsequenz, dass Gensungen weiterhin nach den kommenden Heimspielen gegen die HSG Eider Harde am Samstag und im Rückspiel gegen Minden II am 14. Mai vorzeitig den Klassenerhalt feiern könnte. Und somit keine Zeit hat, sich über den vergeigten Sieg zu ärgern.

Gensungen: Lauterbach (8 P./19 GT), Voß (5/4) - Küllmer 1, Sonnenschein, Wachs 4, Schmidt 6, Jedinak 1, Otto 5/1, Gruber 3, Feuring, Lippold 1, Koch, Kothe, Friedrich, Schalles 2.

SR: Majstrak/Reimann (Halle/Saale). Z: 100. Siebenmeter: 3/4:1/2. Zeitstrafen: 14:8-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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