3. Liga:

ESG Gensungen/Felsberg verpasst Coup gegen Spitzenreiter HSG Krefeld Niederrhein

Drei Würfe, drei Tore: Tom Küllmer, der hier Krefelds starken Rechtsaußen Steffen Hahn stehen ließ, machte sein bislang bestes Spiel als Kreisläufer für die ESG Gensungen/Felsberg.
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Drei Würfe, drei Tore: Tom Küllmer, der hier Krefelds starken Rechtsaußen Steffen Hahn stehen ließ, machte sein bislang bestes Spiel als Kreisläufer für die ESG Gensungen/Felsberg.

Sie haben es wieder getan, die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Ebenso wie gegen die SGSH Dragons lieferte das Team von Trainer Arnd Kauffeld in eigener Halle einem Top-Team der 3. Liga einen großen Kampf, lag meistens in Führung – um am Ende mit leeren Händen da zu stehen. Durch das 29:30 (18:16) gegen die HSG Krefeld Niederrhein beendet die ESG die Hinrunde auf dem vorletzten Platz.

Gensungen – „Dennoch sollte uns diese Leistung Auftrieb geben für die kommenden Aufgaben“, erklärte ESG-Rechtsaußen Maxim Schalles, der besonders die Fortschritte in der Abwehrarbeit lobte. Zumal die ESG ohne Kapitän Christoph Koch, der nun Vater eines Sohnes ist, auskommen musste. Und ab der 18. Minute auch ohne Jannis Kothe, der nach zwei frühen Zeitstrafen von Trainer Arnd Kauffeld aus dem Mittelblock genommen wurde.

Bis dahin hatte sich die ESG aufgebaut auf den souveränen Marc Lauterbach gefangen, den 5:7-Rückstand (13.) wettgemacht und zum 10:10 ausgeglichen. Doch damit nicht genug. Für Kothe rückte Cornelius Feuring neben den stabilen Jona Gruber ins Abwehrzentrum, wo besonders Spielmacher Merten Krings ordentlich bearbeitet wurde. In einem intensiven und emotionsgeladenen Spiel kassierte Gensungen zwar in Unterzahl einige Treffer, schloss jedoch seine Angriffe mit dem sechsten Feldspieler bis zur Pause gleich dreimal erfolgreich ab.

Lauterbach als starker Rückhalt

„Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt. Besonders unsere Kreuzungen haben mir gut gefallen“, lobte Coach Kauffeld den Mut seiner Schützlinge. Die sich zudem aufmerksam zeigten und sich einige Bälle stibitzten. Vor allem Vince Schmidt und Maxim Schalles belohnten sich im Gegenstoß, veredelten die Paraden Lauterbachs und führten die ESG über 14:11 (23.) zum 18:16 (30.). „18 Gegentore in einer Halbzeit sind indiskutabel. Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, erklärte Krefelds Trainer Maik Pallach. Sichtlich erleichtert nach dem hart erkämpften Sieg, der die Hinrundenmeisterschaft sichert.

Doch auch nach dem Wechsel roch es nach einer Überraschung. Weil Lauterbach auch nach einem Wirkungstreffer von Pascal Noll (36.) hielt, was zu halten war. Weil Heinrich Wachs nach geschickten Wackeln sicher abschloss und weil Jan Hendrik Otto vom Punkt eiskalt blieb. Da konnten sich die Gastgeber ärgern, dass ein Treffer von Feuring nicht zählte. Es wäre das 23:20 gewesen (41.) – doch große Beschwerden blieben aus und das defekte Netz wurde zwei Minuten später repariert. Kurz darauf hatte Pallach den richtigen Riecher und brachte mit Torwart Lasse Hasenforther einen neuen Impuls.

Krefelds Hahn dreht am Ende auf

Dessen Paraden und mehr noch dessen Emotionen nahm Steffen Hahn auf und war auf Rechtsaußen nicht zu halten. Kreisläufer Lars Jagieniak brachte die HSG erstmals wieder in Führung (57.). Dem 30:29 durch Noll (59.) hatte Gensungen nichts mehr entgegenzusetzen. Weil die Gastgeber am Ende zu überhastet abschlossen und somit weiter auf den ersten Heimsieg warten müssen.

ESG: Lauterbach (15 P./29 GT), Zülch (0/1) - Küllmer 3, Sonnenschein, Wachs 3, Schmidt 8, Otto 2/2, Gruber 2, Feuring 4, Lippold 1, Kothe 1, Schalles 5.

HSG: Hasenforther (5/7), Bartmann (7/22) - Krings 5, Schnalle, Schneider 4, Noll 2, Hahn 7, Braun, Brüren 5/2, Jagieniak 5, Obranovic 2, Mircic.

SR: Markus Fähnle/Jörg Schnulle. Z: 200.

Siebenmeter: 2/4:2/2. Zeitstrafen: 14:10-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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