2. Liga: Kirchhof heiß auf den dritten Streich – Mainz bangt vor Spiel bei SG 09 um Schmitt und Köhler

Euler guckt nur auf ihr Team

Einsatzfreudig: Christin Kühlborn (re.), hier gegen die Mainzerin Johanna Holstein, hatte an den beiden Siegen der SG 09 Kirchhof in der Liga und im Pokal gegen den FSV ihren Anteil. Foto: Haun

Kirchhof/Mainz. Sind aller guten Dinge drei für die SG 09 Kirchhof? Nach dem 30:24-Sieg im Hinspiel beim 1. FSV Mainz 05 und dem 29:23-Erfolg im Pokal wollen die Grün-Weißen im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga der Frauen im direkten Duell nachlegen (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

„Es gibt uns Selbstvertrauen, dass wir schon zweimal gegen Mainz gewonnen haben“, sagt Manja Görl und macht sich und ihrem Team Mut. SG-Linksaußen Christin Kühlborn blickt auf die Kehrseite der Medaille: „Gegen die Mainzer wird es schwer, weil sie nach den beiden Niederlagen gegen uns sicher angefressen sind“.

„Gegen die Mainzer wird es schwer, weil sie nach den beiden Niederlagen gegen uns sicher angefressen sind“.

Christin Kühlborn

Karin Euler, die erfahrene Trainerin der „Meenzer Dynamites“, hat diese beiden Begegnungen längst abgehakt und hegt ohnehin nie Revanchegelüste: „Aktuell geht es bei uns nicht um den Gegner, sondern um uns selbst. Wir müssen wieder zu uns finden“. Euler ärgert, dass sich ihr Team zuletzt durch eigene Fehler und Unkonzentriertheiten um den Lohn brachte. Denn beim 28:28 gegen Rödertal, 27:30 gegen Bad Wildungen und auch zuletzt beim 28:30 in Neckarsulm lagen die Rheinhessinnen oft in Führung, ehe die entscheidenden Gegentreffer in den Schlussminuten folgten.

Dadurch sind die Mainzerinnen um die torgefährliche Rechtsaußen und Siebenmeter-Spezialistin Claudia Schückler auf den elften Platz mit 12:18-Punkten abgerutscht. Damit liegt der FSV nur noch einen Zähler vor dem SGH Rosengarten-Buchholz (11:17), der als Drittletzter aktuell den ersten Abstiegsplatz einnimmt, und nach dem 25:22-Sieg der SG 09 auch zwei Punkte hinter Kirchhof. „Es ist schon eine sehr seltsame Konstellation in dieser Saison. Es kann wirklich jeder jeden schlagen“, betont Euler. Im Vergleich zur Partie in Neckarsulm ist nun Rückraumspielerin Katrin Feldmann (fehlte grippegeschwächt) wieder an Bord, dafür droht ein Duo auszufallen. Laura Schmitt, Ex-Kirchhoferin und nun FSV-Kapitänin, hat mit einem Bluterguss im Hüftgelenk zu kämpfen und konnte bis gestern nicht trainieren. Linksaußen Theresa Köhler verpasste wegen Magen-Darm-Beschwerden zudem mehrere Einheiten in dieser Woche.

Für Kirchhofs Trainer Gernot Weiss ist dies allerdings kein Grund, seine Mannschaft als Favorit anzusehen: „Mainz ist ein Top-Team mit einer Top-Trainerin und auf jeder Position doppelt bis dreifach besetzt. Es ist eine Riesenleistung, dass wir es in dieser Saison zweimal geschafft haben, diese Mannschaft zu schlagen“. Wohlwissend, dass ein drittes Mal lebenswichtig im immer spannender werdenden Abstiegskampf wäre.

Von Sebastian Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.