Ex-Handballer und -Leichtathlet Rainer Gau wird 70 Jahre

Voller Einsatz am Kreis: Mit vereinten Kräften versuchen die Harleshäuser Rainer Gau (links) und Klaus Dippel den Bettenhäuser Kreisläufer zu stoppen. Archivfoto: Werner Lengemann

Kassel. Es gibt nicht viele Sportler, die in zwei Disziplinen nationale Spitze sind. Wohl auch kaum einen Athleten in unserer Region. Eines von den wenigen Mehrfach-Assen war Rainer Gau, der heute auf seiner Lieblingsinsel Sylt seinen 70. Geburtstag feiert.

„Mit meiner Elke verbringe ich in List einen elftägigen Urlaub, in dem wir hoffentlich viele Radtouren unternehmen können“, wünschte sich das Geburtstagskind, das sich hauptsächlich einen Namen im Feldhandball machte. Denn mit der SVH Kassel errang er im Juli 1973 die deutsche Vizemeisterschaft, als seine Mannschaft im Finale gegen Großwallstadt in Wetzlar 10:13 nach Verlängerung unterlag.

Rainer Gau zählte als Jugendlicher zu den ganz Großen in Deutschland. Bei den Leichtathletik-Titelkämpfen der A-Jugend 1965 in Bremerhaven belegte er mit der 4x100-m-Staffel des KSV Hessen (Otto Kastl, Bernd Jacob, Gau und Klaus Ehlert) in 42,5 Sekunden Platz eins. Und im Hürdensprint über die ein Meter hohen Hindernisse musste er sich in 13,2 Sekunden nur dem zeitgleichen Sieger Nehrlicher geschlagen geben.

Zur Enttäuschung seiner vielen Leichtathletik-Kameraden wechselte Rainer Gau schon bald von der Aschenbahn auf den Handball-Rasen, wo er bei den Harleshäuser Rothemden Stammspieler wurde.

Passionierter Radfahrer

Heute hält sich der Jubilar vor allem mit Radfahren fit. „Im vergangenen Jahr habe ich etwa 3000 Kilometer im Sattel zurückgelegt“, verkündet Rainer Gau stolz. Außerdem hält er sich zweimal in der Woche für längere Zeit in seinem Keller auf, wo er auf Ergometer, Crosstrainer und Kettlerbank trainiert.

Apropos Keller: Dort geht Rainer Gau seiner großen Leidenschaft nach, dem Basteln und der Modell-Eisenbahn. Nachdem er schon als Zweijähriger eine Märklin geschenkt bekommen hatte, ist er noch immer von den kleinen Zügen auf Schienen fasziniert. „Im Jahr 2006 habe ich auf die Königsspur 1:32 umgesattelt“, beschreibt er seine heutige Anlage. Viel Zeit verbringt Rainer Gau also unterirdisch, und er verrät: „Kein Wunder, dass mich meine Frau oft als Kellerassel bezeichnet.“

Von Günter Grabs

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