14:13 – Torarmut in Wanfried

14:13 (4:8) gewann die TSG Dittershausen in der Handball-Landesliga der Männer beim VfL Wanfried. Endstand 14:13, Halbzeit 4:8 - ein sicher seltenes Ergebnis im Handball, wenn nicht vielleicht sogar historisches. Was war denn da los?

„Wir haben nach dem Spiel erst einmal in der Kabine gesessen und uns gefragt, was da eben passiert ist“, sagt TSG-Trainer Sead Kurtagic. Der Ex-Profi kann sich nicht erinnern, jemals ein Spiel mit einem solchen Ergebnis beendet zu haben.

Wanfried hatte aufgrund von Verletzungen nur einen Minikader zur Verfügung und nahm deswegen immer wieder das Tempo aus dem Spiel. Erste und zweite Welle waren Mangelware, langatmige Angriffe ohne Überraschungen an der Tagesordnung. Am Kreis herrschte eher Abnutzungskampf als erfolgreicher Abschluss.

Dittershausen nahm die Friedensangebote teilweise an, versuchte aber immer wieder, sich aus dem Trott zu lösen. „Wir wollten schon mehr Tempo gehen, aber wir hatten auch nur drei gelernte Rückraumspieler dabei, da war das gar nicht so einfach“, sagt Kurtagic.

Bis zu 36. Minute schien das Konzept der Gastgeber aufzugehen, da führte Wanfried noch mit 10:4. Doch in gleichem Maße wie der VfL danach den Faden verlor, fand die TSG endlich zu ihrem Spiel. Und beim 12:12 (52.) war alles wieder auf Null.

Die TSG Dittershausen witterte ihre Chance und nutzte sie. Erst vergab der Wanfrieder Milos Milosavljevic einen Siebenmeter, dann traf Moritz Gerlach (55:14). Milosavljevic (56.15) glich noch einmal aus, aber Fabian Rudolph erzielte den Siegtreffer (57:14). Finn-Max Poppenhäger handelte sich dann noch eine Zweiminutenstrafe (57:46) ein, trotzdem schaffte Wanfried keinen Treffer mehr.

„Alle in der Mannschaft haben in dieser Phase ihren Teil zum Sieg beigetragen“, sagt Sead Kurtagic. „Die Wanfrieder waren in der Schlussphase körperlich am Ende.“ Immer wieder habe der Gegner den Boden wischen oder den Ball abtrocknen lassen und lange gebraucht, um nach einem Freiwurf Aufstellung zu nehmen.

So stand unterm Strich die absolute Torarmut. Und es fielen in 60 Minuten nur insgesamt 27 Tore, also alle 2 Minuten und 13 Sekunden ein Treffer. Foto: peter fritschler

TSG: Lengemann, Alaca, Ebenhöh; Ja. Braun, Rudolph 7/3, Gerlach 4, Jentzsch 2, Ju. Braun, Stein, Kessler, Poppenhäger, M. Siebert 1, M. Benedix, F. Benedix

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