Handballer der HSG Twistetal sichern sich mit Sieg über Reinhardswald den Titel in der Bezirksoberliga

400 Fans feiern den Aufstieg

Sie haben es geschafft: Die Handballer der HSG Twistetal steigen in die Landesliga auf. Unser Bild zeigt hinten (von links) Maik Thieltges, Christian Schüttler, Joachim Stracke, Sebastian Jansen, Lars Fingerhut, Benjamin Buchloh, Steffen Fingerhut, Co-Trainer Oliver Grötecke, Trainer Dirk Wetekam, Physiotherapeut Jochen Wolf; vorne Daniel Bohnstedt, Marcel Fingerhut, Sebastian Isenberg, Stephan Grötecke, Robin Behle, Daniel Krouhs, Ufuk Kahyar und Thomas Tönepöhl. Foto: zmp

Mühlhausen. Ganz Twistetal lag sich in den Armen. Die Mission Aufstieg ist erfüllt. Die Handball-Fans der HSG Twistetal machten nach dem Aufstieg ihrer Mannschaft in die Landesliga die Nacht zum Tag und feierten mit ihren Helden ausgiebig.

Schon zur Halbzeit ging das Gerücht herum, dass Baunatal verloren habe, dementsprechend stimmten die Fans schon in der 43. Spielminute „Oh wie ist das schön“ an. Und auch die Reinhardswälder feierten mit. Selbst eine kleine Handball-Familie, wussten sie, was in Mühlhausen auf sie zukam und orderten gleich zwei Busse um ordentlich mitfeiern zu können.

Trainer Dirk Wetekam befand zwar, dass er in der Saison genug gelabert, geschrien und gesagt habe, wurde aber trotzdem an das Mikrofon gedrängt. Sein erster Dank galt seiner Frau Sonja, einer der Vorsitzenden der HSG, als seinem wohl schärfsten Kritiker, die aber immer hinter ihm gestanden habe. Was die Fans seiner Mannschaft angeht, konnte sich „Wete“, nur verneigen und betonte, dass die Vorstellungen der Fans beim knappen Sieg in Calden und in Baunatal erstligareif gewesen seien. Sein Kommentar: „Wir sind die Waldecker Mannschaft, die aufgestiegen ist, auch wenn das gegen Bad Wildungen zweitrangig erscheinen mag“, ließ die gut 400 Fans in der Halle toben.

Nach der obligatorischen Bierdusche tropfte es zwar aus den Haaren des Vorsitzenden Holger Schmidt, doch nach eigenem Bekunden war er seit Wochen erstmals wieder entspannt. Vor der Saison habe er nicht geglaubt, dass es gleich im ersten Anlauf unter dem neuem Trainer klappen könne, doch die Mannschaft habe sich als bestes Team der Liga erwiesen.

Dass sie auch in der Landesliga mithalten kann, davon ist der Vorsitzende des TV Mühlhausen, Klaus Jansen, überzeugt. Doch erst einmal wurde der Aufstieg gefeiert, an die harte Saisonvorbereitung für die Landesliga mochte am Samstagabend noch niemand denken. Den beiden scheidenden Spielern Stephan Grötecke und Daniel Bohnstedt galt ein besonderer Applaus.

Doch bei aller Feierstimmung haben die Spieler nicht vergessen, dass sie im vergangenen Jahr von einem Mitglied der Twistetaler Handball-Familie Abschied nehmen mussten. Nach dem Spiel kamen die Spieler geschlossen in neuen, einheitlichen Trikots mit der Rückennummer zwei aus der Kabine, auf der der Name Stine steht. Mit dieser Rückennummer war die zehnjährige Stine bis zu ihrem tragischen Unfalltod im August 2010 für die HSG Twistetal aufgelaufen. (zhs)

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