Hand in Hand zur Lockerheit

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So wird es gehen: Mit Frank (links) und Jendrik Janotta sind Vater und Sohn als Trainer beim Hanbdall-Landesligisten HSG Fuldatal/W olfsanger im Einsatz. 

Am Samstag Spiel der Handball-Landesliga gegen die TSG Dittershausen

Es kommt bestimmt nicht oft vor, dass Vater und Sohn im Training einer Vereinsmannschaft das Sagen haben. An der Eichhecke in Fuldatal-Ihringshausen ist das so. Da ist beim Handball-Landesligisten HSG Fuldatal/Wolfsanger das Trainerduo Frank und Jendrik Janotta seit dieser Saison im Einsatz. Am Samstag um 18 Uhr erwarten die beiden mit ihrer Mannschaft die TSG Dittershausen zum Derby.

Der erste Gedanke

Eigentlich wollte der Mündener Frank Janotta weiter pausieren im Handball, dann kam die Anfrage der HSG Fuldatal/Wolfsanger. Zur gleichen Zeit hatte Sohn Jendrik das Studium an der hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg an der Fulda beendet und sich in Kassel angesiedelt.

Außerdem stand für Jendrik Janotta fest, dass er seine aktive Laufbahn, zuletzt spielte er bei der TG Rotenburg, aus verschiedenen Gründen beenden wollte. „Da kam mir der Gedanke, dass wir das in Fuldatal gemeinsam machen könnten“, sagt Frank Janotta. B-Scheininhaber Jendrik war sofort dabei: „So eine Aufgabe hat mich schon gereizt.“ Die HSG fand die Idee gut, und so hat man jetzt an der Eichhecke zwei Trainer auf der Bank.

Die Arbeitsaufteilung

Alles geht Hand in Hand bei Vater und Sohn, mehr oder weniger automatisch, obwohl beide unterschiedliche Typen sind. Frank ist der impulsivere von beiden, er begleitet das Spiel, manchmal auch lautstark, steht neben der Bank. Jendrik ist eher der Taktiker, legt die Basis. Was nicht heißt, das der eine mehr Einfluss auf das Spiel der Mannschaft hat als der andere. Es geht eben Hand in Hand, und gleichberechtigt. „Ich kann dann schon mal mit einem Spieler, den wir einwechseln wollen, sprechen und ihm Anweisungen geben, während mein Vater auf Ballhöhe bleiben kann“, sagt Jendrik.

Die Anrede

Und wie redet man sich während des Handballjobs an? „Eher formlos, wenn es während des Spiels oder im Training ist“, sagen Frank und Jendrik unisono. Und wenn das nicht reicht oder geht, dann heißt der eine eben Jendrik und der andere Papa oder Vater. Kommunikation wird zwischen Vater und Sohn großgeschrieben, auch wenn vieles automatisch geht.

Der Kapitän

Für Fynn Welch, Kapitän der HSG, ist es das erste Mal, das ein Trainerduo aus Vater und Sohn besteht. „Und das läuft top“, sagt der Rückraumspieler. Natürlich sei das für alle etwas völlig Neues gewesen, aber man habe schnell gemerkt, dass es eine positive Geschichte ist, deswegen zöge die Mannschaft auch mit. „Die beiden kennen sich in- und auswendig und sprechen zur Mannschaft mit einer Sprache“, sagt Welch. „Der Spaß und die Lockerheit sind einfach da.“

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