1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Fritzlar beim 23:31 gegen Dortmunder Bundesliga-Nachwuchs ohne Chance

Erstellt:

Von: Ralf Ohm

Kommentare

Konnte sich in der Anfangsphase einige Male durchsetzen: SVG-Kreisläuferin Laura Israel (Mitte), die hier die Dortmunderinnen Zoe Stens (l.) und Fiona Adam stehen lässt.
Konnte sich in der Anfangsphase einige Male durchsetzen: SVG-Kreisläuferin Laura Israel (Mitte), die hier die Dortmunderinnen Zoe Stens (l.) und Fiona Adam stehen lässt. © Pressebilder Hahn

Es gibt Niederlagen, die lassen sich kurz und prägnant erklären. Das 23:31 (13:18) der SV Germania Fritzlar gegen BV Borussia Dortmund II war so eine. „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte in der Abwehr und in der zweiten im Angriff verloren“, stellte „Lucky“ Cojocar, der Trainer des heimischen Handball-Drittligisten, treffend fest.

Fritzlar – Dabei hatte es vielversprechend, weil ausgeglichen begonnen. Fritzlars nach Krügers Ausfall erneut umformierter Rückraum harmonierte und wusste in der Anfangsphase auch Kreisläuferin Israel in Szene zu setzen. Bis zum 7:7 durch Hannah Berk (11.). Dann rächte sich, dass die Abwehr immer noch keinen Zugriff gefunden hatte - und nicht finden sollte. Auf die defensiven Probleme besonders im Mittelblock reagierte der SVG-Coach mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung, die aber auch nicht funktionierte.

„Wir waren phasenweise zu unentschlossen, haben nicht konsequent genug verschoben“, beschrieb Rückraumspielerin Kiwa das Übel, das die variablen Gäste eiskalt nutzten. Und dazu das Tempo anzogen, nach Ballgewinn explosionsartig umschalteten und Tempogegenstoßspezialistin Mara Birk auf die Reise schickten.

Den Gastgeberinnen fehlten für solche leichten Tore aus der ersten und zweiten Welle schlichtweg die Ballgewinne. Und eine starke Torwartleistung wie die von Norah Kothen, die auch Birks fünftes Tor zum 10:15 mit einer Parade einleitete (23.). Wie‘s gehen könnte, ließen für Sekunden Hannah Berk, Laura Stockschläder und Chantal Rembold aufblitzen, doch das 13:15 (26.) konterte der BVB-Nachwuchs noch vor der Pause zum 13:18.

Trotzdem. Es gab den Moment, als die 200 Zuschauer auf eine Wende hoffen durften. Als nämlich Linkshänderin Berk nach 37 Minuten in Unterzahl auf 18:21 verkürzte. Und dabei Cojocars Maßnahme einer engen Deckung für Spielmacherin Lyna Schwarz zu wirken schien.

Derlei kurzfristige Unordnung der Offensive machten die Gäste in der Abwehr wett. Rührten nach Kiwas Treffer zum 19:23 (40.) Beton an, blieben zehn Minuten ohne Gegentor und erzwangen mit einem 6:0-Lauf die Entscheidung. „Wir sind eingeknickt“, gestand Aufbauspielerin Kiwa, wofür ihr Trainer indes Verständnis zeigte: „Wir mussten für jeden Treffer viel investieren und das ging an die Substanz.“

Das kräftezehrende Anrennen der Fritzlarerinnen war vom Gegner so gewollt. „Wir haben Fritzlars Rückraum müde gearbeitet“, beschrieb BVB-Coach Dominik Schlechter die Dortmunder Taktik. Die deswegen aufgehen konnte, weil er schon frühzeitig (ohne Substanzverlust) durchwechseln konnte, während bei der Germania die Stammsieben fast durchspielen musste. Auch so ließ sich Fritzlars dritte Heimniederlage der laufenden Saison in knapper Form analysieren.

Auch interessant

Kommentare