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Fritzlar gegen Leverkusens Talente vor hoher Hürde

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Von: Ralf Ohm

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Einsatz ungewiss: Fritzlars Rückraumspielerin Chantal Reimbold (vorn) konnte wegen einer Knöchelverletzung in dieser Woche nicht trainieren.
Einsatz ungewiss: Fritzlars Rückraumspielerin Chantal Reimbold (vorn) konnte wegen einer Knöchelverletzung in dieser Woche nicht trainieren. © Pressebilder Hahn

Hoher Besuch in der Sporthalle der König-Heinrich-Schule: Ein Deutscher Meister gibt sich die Ehre. Besser gesagt neun Spielerinnen des Teams, das in der letzten Saison den nationalen Titel bei der weiblichen A-Jugend holte. Und das Rückgrat der aktuellen 3. Liga-Mannschaft von Bayer Leverkusen bildet, die am Sonntag (Anwurf 17 Uhr) bei der SV Germania Fritzlar gastiert.

Fritzlar/Leverkusen – „Gut ausgebildet, zielstrebig und dynamisch“, weiß SVG-Trainer Cojocar um die hohe Qualität der Werkselfen. Die, so Bayer-Trainerin Jenny Karolius, nach dem Aufstieg von Viola Leuchter, Pia Terfloth und Maria Teusch in die erste Mannschaft „noch mehr aufs Kollektiv setzen“. Die kommenden Kandidatinnen für das Bundesliga-Team sind die Jugend-Nationalspielerinnen Nele Vogel (Tor), Sidney Bätz (Rückraum links) und Mia König (Linksaußen).

Trotzdem. Bangemachen gilt nicht. „Arbeiten, aus den bisherigen Niederlagen lernen und den Kopf hoch nehmen“, lautet die Devise von „Lucky“ Cojocar, die seine Schützlinge zumindest im Training beherzigen. Der Schlüssel zum angestrebten ersten Saisonsieg („Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis“) könnte sein, die eigenen Startschwierigkeiten zu beheben, also einen frühen, fast uneinholbaren Rückstand wie gegen Köln und in Düsseldorf zu vermeiden.

„Wir müssen von Anfang an hellwach sein“, fordert der SVG-Coach, dessen Appell sich besonders an die eigene Abwehr richtet: „Wir müssen mehr aushelfen, mehr verschieben und insgesamt aggressiver zur Sache gehen.“ Auch um die eigene erste und zweite Welle anzuschieben. Eigentlich ein Markenzeichen der Fritzlarerinnen, das bisher jedoch kaum zur Geltung gekommen ist.

Im Angriff kann Trainer Cojocar wieder auf Luisa Krüger und Hannah Berk bauen. Allerdings ist der Einsatz der bisher besten Schützin, Chantal Reimbold (12 Tore), die wegen einer Knöchelverletzung nicht trainieren konnte, fraglich.

Dass Leverkusen trotz Meisterehren kein übermächtiger Gegner ist, hat der 1. FC Köln unter Beweis gestellt. Der gewann nicht nur mit 25:22 in Fritzlar, sondern auch mit 28:21 gegen den TSV Bayer Leverkusen II. „Da sind wir am Ende eingebrochen“, bekennt Jenny Karolius, Die ehemalige Nationalspielerin weiß um die (für sie durchaus verständlichen) Leistungsschwankungen ihrer Talente. Und dass sie sich diese in Fritzlar auf keinem Fall leisten können. Besonders dann, wenn der Gastgeber ohne Anlaufphase auskommt.

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