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Fritzlar verliert beim 22:27 gegen Leverkusen auch das dritte Spiel

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Von: Ralf Ohm

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Hängen geblieben: Fritzlars Melina Hahn (r.) wird von Leverkusens Louisa Gerke gestoppt. Im Positionsangriff fehlte den Gastgeberinnen die Durchschlagskraft.
Hängen geblieben: Fritzlars Melina Hahn (r.) wird von Leverkusens Louisa Gerke gestoppt. Im Positionsangriff fehlte den Gastgeberinnen die Durchschlagskraft. © Richard Kasiewicz

Die SV Germania Fritzlar bleibt in der 3. Liga sieglos. Beim 22:27 (11:15) gegen Bayer Leverkusen II kassierten die Cojocar-Schützlinge im dritten Spiel die dritte Niederlage.

Fritzlar - Nach 54 Minuten wehte ein Hauch von Aufholjagd durch die Sporthalle der König-Heinrich Schule. Das daraus kein Sturm wurde, der auf dem letzten Drücker die Wende herbei geweht hätte, hatten sich die Spielerinnen der SVG Fritzlar selbst zuzuschreiben. Als Melina Hahn in Überzahl auf 21:25 verkürzte, wurde sogar der bis dahin so souveräne Gast aus Leverkusen nervös. Unnötigerweise, brachte sich doch danach der heimische Handball-Drittligist durch Fehlpässe und technische Fehler selbst um alle Chancen.

Symptomatisch die Entscheidung: Linksaußen König traf zum 21:26 (57.), während Anne Kühlborn an Torfrau Jeaschke scheiterte. Und die Germania ging schließlich beim 22:27 (11:15) gegen die Bayer-Reserve erneut leer aus.

„Bei uns ist der Wurm drin. Ich weiß auch nicht, was da los ist“, offenbarte Melina Hahn ihre Ratlosigkeit. Die Spielmacherin, die nach dem Wechsel als Spitze einer 5:1-Deckung für einige Ballgewinne gesorgt hatte, die aber verpufften. Denn das sonst so gefürchtete Tempospiel der Fritzlarerinnen kam nicht auf Touren, blitzte bei insgesamt nur fünf Tempogegenstoßtoren viel zu selten auf.

Und der eigene Positionsangriff war phasenweise nur ein laues Lüftchen. „Uns fehlte die Durchschlagskraft, wir haben uns viel zu früh und viel zu häufig von der Leverkusener Abwehr festmachen lassen, statt den Ball weiter zu spielen“, bekannte SVG-Trainer Cojocar, der die verletzte Rückraumspielerin und aktuelle Top-Torjägerin seines Teams, Chantal Reimbold, schmerzlich vermisste. Weder Maria Kiwa noch die wiedergenesene Xenia Ahrend konnten da in die Bresche springen.

Der Bundesliga-Nachwuchs, angereist mit vier Jugend-Nationalspielerinnen, war da aus anderem Holz geschnitzt. Besonders Kapitänin Antonia Hoelzer. Die sorgte in der Anfangsphase mit drei Treffern aus der zweiten Reihe für Ruhe in den eigenen Reihen, traf dann genauso zuversichtlich vom Kreis und durfte sich nach Bätz‘- Treffer zum 6:10 (17.) auf der Bank ausruhen.

Entspannt, denn ihre Kameradinnen machten einfach weiter, spielten ihre Angriffe abgeklärt aus und hatten auch eine effiziente zweite Welle in ihrem Repertoire. Beim 9:15 (28.) bahnte sich für Fritzlar ein Debakel an, doch Torfrau Küllmer und Aufbauspielerin Kiwa (2) sorgten für einen Hoffnungsschimmer zur Pause. Der danach ebenso so schnell erlosch, als die Gäste in der 33. Minute durch drei Treffer in Folge auf 11:18 erhöhten.

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