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Fritzlar Kellerduell verliert trotz überragender Reimbold

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Von: Ralf Ohm

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Chantal Reimbold
Chantal Reimbold © Pressebilder Hahn

Es klang banal, traf aber auch irgendwie zu. „Wir hatten kein Glück und jetzt kam auch noch Pech dazu“, kommentierte „Lucky“ Cojocar, Trainer der SV Germania Fritzlar, die 30:31 (17:18)-Niederlage im Kellerduell der 3. Handball-Liga beim TB Wülfrath.

Wülfrath - Denn: Zum Ausfall von Luisa Krüger gesellte sich kurzfristig auch noch die Absage von Paula Küllmer (krank) im Tor, so dass die ebenfalls angeschlagenen Lea Gürbig durchspielen musste. Und nicht der gewohnte Stabilisationsfaktor in der SVG-Deckung war. Dazu geriet die dramatische Schlussphase zum Krimi mit Happy-End für die Gastgeberinnen.

Dabei schien Fritzlar fünf Minuten vor Schluss noch die etwas besseren Karten zu haben. Ein 3:0-Lauf (Reimbold, Berk, Hahn) hatte ihnen eine 28:27-Führung beschert, doch sie konnten das Momentum nicht nutzen. Kirsten Buiting und Rückkehrerin Simone Fränken drehten die Partie zum 30:29. Und Reinbolds Ausgleich beantwortete erneut Linksaußen Buiting mit dem Siegtreffer 43 Sekunden vor Schluss. „Wir hatten es in der Hand, haben aber in der entscheidenden Phase einige falsche Entscheidungen getroffen“, trauerte der SVG-Coach den vergebenen Chancen nach.

Was allerdings keineswegs als Kritik an seiner Offensive gedacht war, denn die machte „ein hervorragendes Spiel“ (Cojocar). Maria Kiwa und Melina Hahn hatten die Zügel im Positionsangriff fest in der Hand und Chantal Reimbold traf wie sie wollte und aus allen Lagen. Der wendigen Rückraumspielerin attestierte Fritzlars Trainer einen „fast perfekten Auftritt“. Kein Wunder angesichts von 15 Toren bei 17 Versuchen der 22-jährigen Aufbauspielerin, die von Wülfraths Deckung nie zu halten war.

Das Debüt von Franziska Ringleb fiel dagegen infolge des Trainingsrückstands durchwachsen aus. Die ehemalige Zweitligaspielerin „braucht noch Zeit“ (Cojocar) und agierte als Ergänzung im rechten Rückraum.

Dagegen schlug auf der Gegenseite Hanna Haase nicht nur wegen ihrer acht Treffer voll ein. Auch weil die Ex-Lintforterin von der umsichtigen Spielmacherin Friederike Büngeler immer wieder hervorragend in Szene gesetzt wurde und so ihre Zweikampfstärke ausspielen konnte. „Beide haben wir nie in den Griff bekommen“, bekannte „Lucky“ Cojocar.

Wie überhaupt seine Abwehr nie den nötigen Zugriff fand. Und so die starke Angriffsleistung seiner Mannschaft in einem rassigen Spiel unbelohnt blieb.  

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