3. Liga

Fritzlars Jüngste sorgen für die Wende: 10:1-Lauf lässt Germania in Wolfsburg jubeln

Stabil: Fritzlars Luisa Krüger (l., hier gegen Hannovers Jana Pollmer) überzeugt als Spielmacherin.
+
Stabil: Fritzlars Luisa Krüger (l., hier gegen Hannovers Jana Pollmer) überzeugt als Spielmacherin.

Da ist der zweite Auswärtssieg für die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Ein Glanzstück war’s freilich nicht, vielmehr ein Erfolg der Ausdauer, den vor allem die starken Torfrauen und die jüngeren Feldspielerinnen sicherten. Durch das 28:20 (14:13) bei Schlusslicht VfL Wolfsburg bleibt das Team von Trainer Lucky Cojocar auf Kurs Klassenerhalt.

Wolfsburg – „Wir haben in der ersten Halbzeit nur einen von fünf Tempogegenstößen verwandelt. Das waren zu viele Fehler ohne Bedrängnis und in der Abwehr waren die Lücken zu groß“, kritisierte Cojocar. Dessen Team konnte sich bei Kapitänin Lea Gürbig bedanken, deren Paraden – darunter insgesamt drei gehaltene Siebenmeter – Fritzlar im Spiel hielten. Auch die Vorgezogene Hannah Berk wusste zu gefallen in der 5:1-Deckung, doch dahinter machten es ihre Mitspielerinnen dem Gegner zu leicht. Somit lag der VfL über 4:2 (3.), 7:4 (11.) und 12:10 (25.) stets in Führung.

Torfrauen glänzen erneut

Doch bei der Germania ist Verlass auf die Jüngsten. Auf die erst 16-Jährige Melina Hahn und die 17-Jährige Hannah Berk. Rückraumspielerin Hahn (3) und Linkshänderin Berk (1) gaben der Partie zum 14:12 (28.) eine erste Wende. Hahn holte zudem auch Siebenmeter raus und gab keinen Ball verloren. „Es ist beeindruckend, wie die Beiden und auch Luisa Krüger vorangehen“, lobte Cojocar seine Vorzeige-Talente. Denn auch die seit Dienstag 20 Jahre alte Krüger findet sich in ihrer neuen Rolle als Spielmacherin immer besser zurecht. Besonders der Spielzug „Ungarn“ (Mitte holt Kreis) klappe schon ordentlich.

Allerdings: Geschlagen gab sich das punktlose Schlusslicht nicht. Angetrieben von der erfahrenen Rückraumkraft Lena Witzke schlug der VfL zum 16:14 (35.) zurück. Und hatte bis zum 19:18 (46.) die Nase vorn. Mit der Umstellung auf eine 6:0-Deckung und dank der souveränen Torfrau Paula Küllmer ließ Fritzlar aber nicht mehr viel zu. Auch Gürbig kam nochmal auf die Platte, hielt einen Strafwurf von Witzke (45.) – und konnte von der Bank die endgültige Wende verfolgen. Ein Doppelschlag von Xenia Ahrend zum 20:19 ebnete den Weg zum 10:1-Lauf, bei dem ihre Mitspielerinnen ihre Kondition ausspielten. Insbesondere die trainingsfleißige Lena Dietrich wusste sich am Ende zu belohnen.

Fritzlar: Gürbig, Küllmer - Dietrich 5, Holeczy, Reimbold 2, Ahrend 5/3, Israel, Puntschuh, Berk 8, Grothnes, Hahn 4, Krüger 4.

SR: Pohlmann/Sense. Z: 125.

Siebenmeter: 5/8:3/3. Zeitstrafen: 14:6-Minuten. (Sebastian Schmidt)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.