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Fritzlars Mini-Kader vor schwieriger Mission gegen BVB

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Von: Ralf Ohm

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Besonders gefordert: Fritzlars Kreisläuferin Laura Israel.
Besonders gefordert: Fritzlars Kreisläuferin Laura Israel. © Pressebilder Hahn

Es geht aufwärts beim SV Germania Fritzlar. Nach drei Niederlagen scheinen die Domstädterinnen endlich in der 3. Liga angekommen zu sein, wofür ein Sieg und ein Remis ein hinreichendes Indiz sind. Allerdings: Ein Heimsieg steht noch aus. Der soll nun gegen BV Borussia 09 Dortmund II (So. 15 Uhr KHS) folgen.

Fritzlar/Dortmund - „Wir werden mit unserem Mini-Kader alles geben“, verspricht Luisa Krüger. Allerdings wird die variable Rückraumspielerin ihre Mannschaft nach erfolgreicher Meniskusoperation nur von der Tribüne aus unterstützen können. Durch den Ausfall der 21-Jährigen (voraussichtlich bis zum Ende des Jahres) liegt die Hauptlast auf der Kreisläuferposition bei Laura Israel. Es ist ihre erste Drittliga-Saison genauso wie bei Anne Kühlborn, Oberliga-Torschützenkönigin der letzten Spielzeit, die nun im Rückraum noch mehr gefordert ist „Sie ist auf der richtigen Spur,“ sagt Trainer Cojocar über seinen Neuzugang. Als neunte Feldspielerin rückt Paulina Kauffeld, die nach ihrer Rückenverletzung in der „Reserve“ Spielpraxis sammelte, in den SVG-Kader.

Deutlich größer ist der des Gastes (14). Bis auf vier Spielerinnen gehen alle noch in der A-Jugend-Bundesliga auf Torejagd. Und haben sich mit 7:1-Punkten schon überraschend gut im Frauenbereich akklimatisiert. Trotzdem bleibt laut Trainer Schlechter das Saisonziel der Klassenerhalt. Der 32-jährige B-Lizenz-Inhaber, der nach der Trennung des Deutschen Meisters von André Fuhr für fünf Wochen zusammen mit Assistenzcoach Andreas Kuno das Bundesligateam trainierte. Und der sich nach der Verpflichtung von Ex-Nationaltrainer Henk Groener nun wieder ganz auf die zweite Mannschaft konzentrieren kann. „Eine wirklich coole Erfahrung unter schwierigen Umständen“, sagt Dominik Schlechter über seine kurzzeitige Beförderung.

„Jung, dynamisch, gut ausgebildet, kurz gesagt: richtig stark“, beschreibt „Lucky“ Cojocar die Qualitäten des Gastes. Der in der Tat über eine flexible 6:0-Deckung vor der überragenden Torfrau Nora Kothen (Jugendnationalspielerin) verfügt. Darüber hinaus über eine stürmische erste und zweite Welle sowie über einen druckvollen Rückraum mit den torgefährlichen Lyna Schwarz (19 Treffer) und Fiona Adam (14/3).

Trotzdem soll im vierten Anlauf der erste Heimsieg her. Am besten, so Cojocars Rezept, dank „einfacher Tore“ aus dem Tempogegenstoß. Denn die Aufgabe selbst ist schwer genug.

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