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Frust überwiegt bei Abschied von Gensungens Trainer Kauffeld

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Von: Ralf Ohm

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Enttäuschung pur: ESG-Rückraumspieler Jannis Kothe.
Enttäuschung pur: ESG-Rückraumspieler Jannis Kothe. © Koberg

Arnd Kauffeld, der scheidende Trainer der ESG Gensungen/Felsberg , hadert damit, dass seine Mannschaft in der Abstiegsrunde der 3. Liga alle Trümpfe aus der Hand gab.

Flensburg - Sie stellten sich. Die Spieler der ESG Gensungen/Felsberg, die zunächst wie begossene Pudel auf dem Feld der Indreatshallen standen. „Die engen Spiele in der Abstiegsrunde haben wir alle verloren“, gestand Torwart Lauterbach, der sich eigentlich geschworen hatte, mit den Edertalern nach 2013 nicht noch einmal abzusteigen. Und der Trainer gratulierte dem Sieger, der mit einem 32:28-Erfolg gegen seine Mannen gerade den Klassenerhalt in der 3. Handball-Liga geschafft hatte. „Wir haben in der Abstiegsrunde zwei Mal gegen den DHK Flensborg verloren. Und deshalb ist es so wie es ist“, zeigte sich Arnd Kauffeld als fairer Verlierer.

Aber auch angesichts seiner riesigen Enttäuschung bemüht um Fassung. Denn: „Ich wollte diese Mannschaft nach dem Aufstieg unbedingt in der 3. Liga halten. Dieser Abstieg ist ein Riesenrückschritt.“ Zumal nach wechselvollem Saisonverlauf und richtig gutem Start mit zwei Auswärtssiegen selbst verschuldet. Denn danach konnte die Mannschaft ihr eigentlich drittligareifes Potenzial nie mehr im Kollektiv abrufen. „Jeder hat seine Fehler gemacht und jeder hatte seine Auszeit“, wie der nach acht Jahren scheidende Coach beklagte. Und mit Vince Schmidt fehlte in den letzten beiden, entscheidenden Spielen auch noch verletzungsbedingt der torgefährlichste Rückraumspieler.

Angesichts ihrer tiefen Trauer konnte und wollte sich natürlich kein Gensunger Spieler zu einer trotzigen Kampfansage hinreißen lassen. Doch sie wissen, was auf sie zukommt. „Der Wiederaufstieg muss in dieser Besetzung in der kommenden Saison das Ziel sein und das wird eine verdammt schwere Aufgabe“, erklärte Linksaußen Maximilian Lippold.

Die Mannschaft bleibt komplett zusammen und wird noch durch den Eisenacher Kreisläufer Hannes Iffert verstärkt. Was natürlich verpflichtet. Aber auch laut Teamkamerad Heinrich Wachs durchaus als „gutes Omen“ durchgeht. Denn die Entscheidung zusammen zu bleiben hatten alle Spieler getroffen bevor sie wussten, wohin die Reise in der nächsten Saison geht.

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