B-JUGEND-MEISTERSCHAFT

Fulminanter Zwischenspurt der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen zum 30:24-Erfolg gegen Magdeburg

Jubel nach einem schwer erkämpften Sieg: Thorge Lutze (l.), Tom Wolf und Manuel Hörr (r.) freuen sich über das 30:24 der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen den SC Magdeburg.
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Jubel nach einem schwer erkämpften Sieg: Thorge Lutze (l.), Tom Wolf und Manuel Hörr (r.) freuen sich über das 30:24 der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen den SC Magdeburg.

Mit einem schwer erkämpften 30:24-Erfolg hat die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den ersten Schritt Richtung Final-Four-Turnier um die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft gemeistert.

Melsungen - 40 Minuten lang hatten sie sich ein rassiges Spiel auf Augenhöhe geliefert. Mit Vorteilen mal für den einen, mal für den anderen Aspiranten auf die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend. Dann ging alles ganz schnell. Mit drei Treffern in 60 Sekunden zum 26:20 brachten Tom Wolf, Florian Drosten und Marcell Markos die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen auf die Siegerstraße, die sich schließlich mit 30:24 (15:14) gegen den SC Magdeburg durchsetzte.

Den Startschuss zu diesem atemberaubenden Zwischenspurt hatte Torwart Beck mit seiner Parade gegen Torjäger Haake gegeben. Die siebte Parade des 17-Jährigen nach seiner Einwechslung. „Damit hat er uns den Rücken gestärkt“, lobte mJSG-Regisseur Lutze den Schlussmann. Dessen Vorderleute dankten es ihm, als sie in der einzigen Magdeburger Schwächephase „hellwach“ (Traner Sviridenko) waren.

Auch sein Team hatte einen kollektiven Aussetzer gehabt. Nach zehn Minuten nämlich und mit einer 6:3-Führung im Rücken, die Gäste-Trainer Vanja Radic zur frühen Auszeit veranlasste. Die wirkte. Und wie! Mit einem 4:0-Lauf drehten seine Schützlinge das Spiel (6:7), zudem sah der bis dahin treffsichere Julian Engler die „Rote“ Karte und musste durch Florian Drosten ersetzt werden.

Wolf und Lutze stark

Doch der mJSG-Angriff, für Minuten von der Rolle, fing sich wieder. Und auf einmal war‘s ein völlig ausgeglichenes Spiel. Mit unterschiedlichen Akzenten. Auf Magdeburger Seite war Jugend-Nationalspieler Fritz-Leon Haake nicht zu bremsen und mutierte bisweilen zum unwiderstehlichen Alleinunterhalter. Bei der mJSG übernahmen diese Rolle Thorge Lutze und Tom Wolf im Duett. Der Mittelmann konnte sich mit seinen explosiven Antritten immer wieder der Sonderbewachung von Julius Drachau entziehen, während der 15-jährigen Schlaks aus der zweiten Reihe Magdeburgs Torhütern keine Chance ließ.

Mit der Halbzeitsirene erzielte er das 15:14, die Außen Backhaus und Drosten erhöhten unmittelbar nach der Pause auf 17:14. Das „roch“ nach Vorentscheidung, die jedoch der eingewechselte Yannick Melvin Kuhs mit seinen Reaktionen verhinderte. Mittlerweile hatten sich beide Abwehrreihen besser auf die gegnerische Offensivabteilung eingestellt, wurden die Angriffe bisweilen zum Geduldsspiel, waren besondere Lösungen gefragt.

Auch von der Bank. Da entpuppte sich die Einwechslung von Carl Beck für den keineswegs schwachen Lennart Claus (39.) als Glücksgriff. Und auch dass Georgi Sviridenko seinen Protagonisten Lutze und Wolf (natürlich nacheinander) eine Verschnaufpause gönnte, zahlte sich aus. „Hat mir gut getan“, bestätigte Tom Wolf mit drei wegweisenden Treffern nach seiner Rückkehr aufs Parkett.

Es war der erste Schritt Richtung Final-Four-Turnier. Den zweiten und entscheidenden können die Sviridenko-Schützlinge bereits am Sonntag im Spiel beim Gewinner aus Göppingen/Nieder-Olm machen.

Mels./Körle/Guxhagen: Beck (ab 39., 7 Paraden/6 Gegentore), Claus (6/18); Hörr 4, Backhaus 3, Engler 2, Markos 3, Lutze 6/1, Kindl, Wilfer, Wolf 8, Stehl, Drosten 3/1, Liebergesell, Potzkai 1.

Magdeburg: Hodur (4/10), Lücke (ab 16., 1/5), Kuhs (ab 31. 7/16); Jaidi 2, Drachau 1, Langner 2, Lange, Haake 9/2, Krist 2, Löwen 3, Krenz 3, Katzwinkel, Hertzfeld 2, Hammer.

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