3. Liga: Neuer HSG-Coach Kauffeld appelliert vor Derby gegen TG Münden an die Ehre

Gas geben für Viehmann

Banger Blick: Michael Stahl und die HSG Gensungen/Felsberg brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Foto: Fischer

Gensungen. Erstes Training, nächster Ausfall. Kaum da - und schon eine Sorge mehr. Michael Viehmann hat sich in der ersten Einheit unter dem neuen Trainer Arnd Kauffeld an der Wade verletzt und fällt für das Derby der HSG Gensungen/Felsberg gegen die TG Münden aus (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen). Ausgerechnet der Kreisläufer, der mit 72 Treffern nach Stephan Untermann (79) die Nummer zwei in der internen Torjägerliste ist.

„Michi wird uns als Kämpfertyp fehlen. Aber jetzt liegt es an den anderen, für ihn mehr Gas zu geben“, sagt Kauffeld. Der Coach ist kein Freund von Ausreden. Versucht, das Optimum aus den Kräften zu bündeln, die ihm zur Verfügung stehen. Deswegen freut er sich, dass er mit Michael Stahl und Mario Schanze auf zwei Akteure bauen kann, die bis 2004 gemeinsam mit ihm für die HSG aufliefen. Stahl fehlte zuletzt ebenso wie Stephan Wicke beim 50:31 im Finale des Bezirkspokals gegen den Homberger HC. Jetzt sind beide Torhüter aus dem Urlaub wieder da. Schanze arbeitet sich nach einer Schulter-Operation zurück zu alter Stärke. „Mario wird wieder in Form kommen und kann uns schon jetzt helfen“, sagt Kauffeld über den gefährlichen Schützen.

Neben Schanze müssen es im Rückraum Steffen Ober, Christian Grambow, Jens Wiegräfe und Benedikt Hütt richten. Philip Julius, der wegen Kniebeschwerden passen muss, ist keine Option. Während die Besetzung der Anfangsformation erst kurz vor dem Anpfiff entschieden wird, ist die Einstellung des Teams für Kauffeld kein Problem. „Die Motivation ist die leichteste Aufgabe“, weiß der 43-Jährige mit Blick auf das 18:28-Debakel gegen Baunatal vor zwei Wochen. „Wir haben für unsere Fans etwas gutzumachen. Ich bin heiß und verspreche, dass wir bis zum Umfallen kämpfen werden“, sagt Grambow vor dem Duell mit seinem Ex-Verein.

Gegner Münden hat ebenfalls viele Sorgen. Neben der finanziellen Misere (siehe Hintergrund) steckt das Team sportlich im Tief. Drei Niederlagen kassierte die TG aus den jüngsten vier Partien gegen jeweils schlechter platzierte Teams und rutschte aus der Verfolgergruppe auf den siebten Rang ab. Ein Sieg (27:25) gelang allein gegen Schlusslicht LHC Cottbus, wo Spielertrainer Alexander Koke mit 15 Toren überragte. Der Ex-Melsunger ist nicht nur wegen seiner 120 Treffer als Zweiter der Torschützenliste der Schlüsselspieler. Einer, der ähnlich auftrumpfen sollte, hatte die TG im Dezember in Richtung Dresden verlassen: Dennis Knudsen. Rechtsaußen Thomas Eisenbach schickt sich seitdem an, die Lücke auf Halbrechts zu schließen.

Von Sebastian Schmidt

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