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Gegen Hüttenberg: MT II sucht noch Linksaußen

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Von: Ralf Ohm

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Freut sich aufs Duell mit dem TVH II und warnt vor dem Gegner: Jan Waldgenbach (MT).
Freut sich aufs Duell mit dem TVH II und warnt vor dem Gegner: Jan Waldgenbach (MT). © Pressebilder Hahn

Nein, ein richtiges Derby ist es nicht, wenn in der Handball-Oberliga trotz räumlicher Nähe die MT Melsungen II und der TV Hüttenberg II (So. 18 Uhr Stadtsporthalle) aufeinander treffen. Für Jan Waldgenbach, Rückraumspieler der Gastgeber, „irgendwie schon.“ Begann doch der 21-jährige Linkshänder seine Karriere einst bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, dem Nachbarn des TVH, „mit dem wir uns so einige heiße Duelle geliefert haben.“

Melsungen/Hüttenberg - Nun will der Linkshänder, rechtzeitig nach seiner Verletzung aus dem Derby wieder in Bestform, im MT-Trikot mit dafür sorgen, dass das Duell des Dritten gegen den Elften kein solches wird. Natürlich weiß der Aufbauspieler um die Ausgangsposition („Klar sind wir Favorit“), aber auch, „dass wir den Gegner auf keinem Fall unterschätzen dürfen.“ Denn die Zweitliga-Reserve hat sich bisher als Wundertüte entpuppt. Zu Hause hui, auswärts pfui und immer für eine Überraschung gut. Davon können Gensungen/Felsberg und Offenbach-Bürgel ein Lied singen.

Das Hüttenberger Markenzeichen: ihre offensive 3:2:1-Deckung, quasi Teil der DNA des Vereins. Warum? „Weil wir fast ausschließlich auf junge Spieler setzen, die eher wendig und leichtfüßig sind“, sagt Trainer Happel. Der genau mit diesen verlustpunktfrei den Wiederaufstieg schaffte und nun den Klassenerhalt anpeilt. Paul Bährens und Finn Rüspeler etwa, die (abwechselnd) vorne auf der Eins decken, sind 1,70m groß, haben schon so manchen Angreifer genervt und den Ball gestohlen.

Das wiederum schreckt Jan Waldgenbach nicht: „Wir haben genügend zweikampfstarke Spieler.“ Außerdem ist der Melsunger Positionsangriff stark auf die Nahwurfzone ausgerichtet, so dass ihm ein offensives Abwehrsystem des Gegners sogar entgegen käme.

Das weiß auch Dirk Happel. Und erwägt eine Ausnahme der Regel: eine 6:0-Deckung mit seinen einzigen beiden „Riesen“ Tom Naumann (1,98m) und Jannis Wrackmeyer (2,04m) im Mittelblock. Der Rückraumlinke Wrackmeyer ist mit 66 Treffern auch der Top-Schütze des TVH, der ansonsten hauptsächlich auf Tore aus der ersten und zweiten Welle setzt.

„Wir sind auf beide Deckungssysteme eingestellt“, bleibt MT-Trainer Arjan Haenen gelassen. Der muss erneut auf seine Flügelzange Fuchs/Beekmann (erste Mannschaft), aber auch auf „Ersatz“ Michael Allendorf verzichten. Also wird eine Aushilfe auf Linksaußen gesucht. Die Kandidaten: Martin Reinbold und Rene Andrei.

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