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Gelingt der SG 09 Kirchhof im Spitzenspiel gegen den TV Aldekerk ein Meilenstein?

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Von: Sebastian Schmidt

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Freut sich auf das Spitzenspiel: Martina Pandza, die Kirchhof gegen Aldekerk wieder zur Verfügung steht.
Freut sich auf das Spitzenspiel: Martina Pandza, die Kirchhof gegen Aldekerk wieder zur Verfügung steht. © Richard Kasiewicz

Nur noch zwei Spiele stehen in diesem Monat für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof an. Zwei Partien, die es aber in sich haben. Denn am Samstag ist Zweitliga-Absteiger TV Aldekerk als Tabellendritter in Melsungen zu Gast (18 Uhr, Stadtsporthalle).

Kirchhof – In zwei Wochen kann sich Kirchhof bei Spitzenreiter 1. FC Köln beweisen. Verbunden mit der Hoffnung, dass aus dem Oktober ein Goldener wird. SG-Trainer Martin Schwarzwald hat derweil das Wort „Druck“ komplett gestrichen. Sieht die kommenden Aufgaben vielmehr als „große Chance“ an, einen „Meilenstein zu setzen“ und sagt: „Eine Meisterschaft wird nicht in einem Spiel entschieden. Meistens auch nicht in solchen Spitzenspielen.“

Die Marschroute ist indes klar. Kirchhof will das Tempo hoch halten. Wohlwissend, dass einfache Fehler ohne Gegnerdruck tunlichst zu vermeiden sind. Der Kopf wird im Duell mit dem Team aus der Gemeinde Kerken kurz vor der Grenze zu den Niederlanden ein wesentlicher Faktor. Denn Aldekerk verteidigt im 3:2:1-System.

Boras feiert Premiere

Konsequenz: Kirchhofs Spiel soll breiter angelegt werden. Daher macht den Löwinnen Hoffnung, dass die glänzenden Außen Julie Hafner und Anna-Maria Spielvogel Verstärkung erhalten durch Martina Pandza (fehlte zuletzt aus privaten Gründen) und Linkshänderin Anamarija Boras. Die 26-jährige Kroatin war aufgrund der Personalmisere nachverpflichtet worden. Nicht dabei sein wird hingegen Alma Jaén Loro, die sich über Spielpraxis im Juniorteam neu anbieten soll.

Selbstbewusst und mit dem nötigen Respekt reisen die Gäste vom Niederrhein an. „Kirchhof hat in dieser Saison noch nicht gewackelt. Wir wollen alles versuchen, dass sich das ändert“, sagt Rene Baude. Das 46-Jährige führte vergangene Saison die A-Juniorinnen des TVA ins Final Four um die Deutsche Meisterschaft und die zweite Mannschaft zur Meisterschaft in der Regionalliga. Im Sommer trat er dann bei der ersten Mannschaft die Nachfolge von Yvonne Fillgert an.

Aldekerk breit aufgestellt

Baude sieht einen positiven Trend in der spielerischen Entwicklung und lobt besonders die Breite in seinem Kader. Bis zu zehn verschiedene Spielerinnen trafen bislang pro Partie. Rückraumspielerin Svenja Rottwinkel führt sogar die Torjägerliste (52/25) an. Um die Zwillinge Angelina (Rechtsaußen) und Fabienne Huppers (Spielmacherin) reist der TVA in Bestbesetzung an.

Und hat ebenso wie die Gastgeberinnen einen weiteren Höhepunkt bereits im Hinterkopf. Denn am kommenden Mittwoch erwartet Aldekerk im DHB-Pokal Bundesliga-Spitzenteam Thüringer HC um die Ex-Kirchhoferin Johanna Stockschläder. (Sebastian Schmidt)

Hintergrund: Bittere Kirchhöfer Erinnerungen an 2021

Es war nicht weniger als ein sportlicher Skandal, der die Szene der 2. und 3. Handball-Ligen der Frauen im Frühjahr 2021 beschäftigte. Nachträglich geänderte Durchführungsbestimmungen ermöglichten es den Teams der 3. Ligen nach dem „Wünsch-Dir-Was-Prinzip“, wie es seinerzeit Raynald Thommen als Vorsitzender der HSG Freiburg bezeichnete, ohne sportliche Qualifikation für eine Aufstiegsrunde zu melden. Fünf Vereine suchten ihr Glück. Drei fanden es mit dem ESV Regensburg, MTV Heide und TV Aldekerk. Leidtragende war die SG 09 Kirchhof, die nach dem 27:27 in Melsungen und 22:24 in Aldekerk in die 3. Liga absteigen musste. 

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