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Gensungen bejubelt beim 31:23 gegen Volmetal den ersten Heimsieg

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Von: Ralf Ohm

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Nicht zu halten: Gensungens Heinrich Wachs (r.), der hier Luca Sackmann enteilt.
Nicht zu halten: Gensungens Heinrich Wachs (r.), der hier Luca Sackmann enteilt. © Pressebilder Hahn

Die ESG Gensungen/Felsberg feiert ihren ersten Heimsieg in der laufenden Drittliga-Saison. Und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf.

Gensungen - Ein guter Handball-Torwart zeichnet sich bisweilen dadurch aus, dass er nicht unbedingt viele, aber dafür ganz wichtige Bälle hält. Marc Lauterbach hatte nach seiner Einwechslung zur zweiten Hälfte bis zur 40. Minute überhaupt noch keinen Ball gehalten und sechs Treffer kassiert. „Frustrierend war das“, gestand der 31-Jährige und war Aussage „kurz davor mich selbst auszuwechseln“. Wenn denn auch der nächste Wurf der Volmetaler gesessen hätte.

Den aber parierte der Schlussmann der ESG Gensungen/Felsberg, als Jonas Heidemann am gebürtigen Homberger scheiterte. Es wäre das 17:20 gewesen und sicherlich eine ganz schwere Hypothek für den Gastgeber im Abstiegsduell der 3. Handball-Liga. Stattdessen verkürzte Cornelius Feuring auf 18:19 und den nächsten Treffer warf „Lauti“ sogar selbst, blitzschnell erkennend, dass das TuS-Tor wegen eines zusätzlichen Feldspielers verwaist war. Es folgten noch fünf weitere Paraden des Routiniers, der sich in gleichem Maße steigerte wie seine Vorderleute dem bis dahin sehr geduldigen und disziplinierten agierenden Gäste-Angriff den Schneid abkauften. Und schließlich einen 31:23 (14:13)-Sieg feierten, zu dem, so ESG-Trainer Arnd Kauffeld, „unser Torwart einen ganz wichtigen Impuls gegeben hat.“

Der zweite ganz wichtige Edertaler „Impulsgeber“: Heinrich Wachs, der mit 14 Treffern (bei 16 Versuchen) seine aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der lobte das „exzellente Zusammenspiel“ mit seinen seinen Rückraumkollegen Jona Gruber und Cornelius Feuring, die sich in der Tat ganz in den Dienst ihres torhungrigen Nebenmannes stellten.

Der hatte als erster die offensive Volmetaler Deckung entschlüsselt. Trug zwei Treffer zu einem 5:0-Lauf bei, als die Gensunger in sechs Minuten aus einem 3:6-Rückstand eine 8:6-Führung (18.) gemacht hatten. Die frühe Wende? Nein. Die Sauerländer glichen durch Nils Stange und Luca Sackmann aus (8:8, 21.) und blieben auch danach „dran“, wobei sich die Edertaler Probleme von der eigenen Offensive in die Defensive verlagerten. Denn: Sie bekamen Kreisläufer Joel Jünger nicht in den Griff und Torwart Voß kaum eine Hand an den Ball.

Lauterbach und Wachs überragen

Als Nachfolger Lauterbach zunächst Ähnliches widerfuhr, während TuS-Kollege Manuel Treude (15 Paraden) immer mehr aufdrehte, schwanden plötzlich die Hoffnungen der 250 Zuschauer auf den lang ersehnten ersten Heimsieg der Saison. Bis Marc Lauterbach dann doch noch zündete und sich der Edertaler Angriff auch ohne etatmäßigen Kreisläufer immer mehr freispielte.

„Wir haben die Volmetaler Deckung konstant unter Druck gesetzt und so müde gespielt“, beschrieb Heinrich Wachs das Erfolgsrezept seiner Mannschaft. Dazu gehörte auch, immer wieder den 25-Jährigen einzusetzen, der dieser Verantwortung mit eine traumhaften Quote gerecht wurde. Die von Teamkamerad Lauterbach - sechs Paraden bei zehn Gegentoren - war letztlich auch nicht schlecht.

Glückwunsch an den Torhüter: Die Gensunger (r.) und Jona Gruber freuen sich über den Sieg.
Glückwunsch an den Torhüter: Die Gensunger (r.) und Jona Gruber freuen sich über den Sieg. © Pressebilder Hahn

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