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Gensungen dreht Spiel und kassiert zweimal Rot

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Von: Gerd Brehm

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Fünf Tore trotz Roter Karte nach 48 Minuten: Gensungens Rechtsaußen Jan Hendrik Otto.
Fünf Tore trotz Roter Karte nach 48 Minuten: Gensungens Rechtsaußen Jan Hendrik Otto. © Pressebilder Hahn

Ein Polizeieinsatz, drei Rote Karten, 14 Zeitstrafen und ein sensationeller Auftritt eines Torwarts: Beim 29:26 (12:14)-Sieg des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg über den TuSpo Obernburg wurden Erinnerungen an vergangene Zeiten wach, in denen es in Gensungen sehr emotional zuging.

Gensungen – Es waren allerdings die Gästefans, die die Kreissporthalle in die „Hölle Nord“ verwandelten. Zunächst sorgten sie für einen verspäteten Anpfiff, indem sie einen Teil des Spielfeldes mit Papierschnipseln übersäten, ehe es in der 50. Minute zum Eklat kam. Gerade hatte ESG-Kreisläufer Nino Jedinak den Treffer zum 23:22 erzielt, als eine Sirene, mit der die Gästefans zunächst für höllischen Lärm gesorgt hatten, knapp an Jedinaks Kopf vorbeiflog. Die folgende Aufregung legte sich erst, nachdem vier Polizisten in der Halle aufgetaucht waren.

Wenn Handball gespielt wurde, glänzte Lukas Voß. Der ESG-Torwart stand 38 Minuten zwischen den Pfosten und parierte 19 Würfe bei nur 15 Gegentoren. „Es war ganz wichtig, dass ich gleich den ersten Wurf abgewehrt habe. Das hat der Mannschaft neuen Schwung und mir die nötige Sicherheit gegeben“, freute sich der Matchwinner. Der von seinem Trainer en Sonderlob bekam: „Spieler, die von der Bank kamen, hatten einen großen Anteil daran, dass wir das Spiel gedreht haben.“ Gemeint war neben Voß auch Linksaußen Teja Sonnenschein.

Dass die ESG nach sieben Minuten mit 4:2 in Führung lag, war der Lohn dafür, dass die Spieler die Lektion aus den Niederlagen gegen Melsungen und in Hüttenberg gelernt hatten. Diesmal lief das Spiel so effektiv über den Kreisläufer und den Rechtsaußen, dass Hannes Iffert und Jan Hendrik Otto (je zwei) die ersten Torschützen waren. Insgesamt gingen 13 Tore auf das Konto von Kreisläufer und Außen, obwohl Otto nach der dritten Zeitstrafe in den letzten zwölf Minuten nicht mehr mitspielen durfte.

Beim 5:8 (16.) sah es für die Gastgeber nicht gut aus, zumal Jona Gruber kurz darauf nach einem harmlosen Schubser die Rote Karte sah. Zum Glück fiel die Abwesenheit des Kapitäns weniger stark ins Gewicht als befürchtet. Doch es dauerte bis zur erwähnten 50. Minute bis die ESG mal wieder in Führung ging (23:22). Zwar gab es noch einmal einen Rückstand (24:25/54.), aber dann folgte ein 4:0-Lauf, den Heinrich Wachs mit dem vorentscheidenden Treffer zum 28:25 krönte (59.).

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