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Gensungen feiert 27:27-Remis gegen Opladen wie einen Sieg

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Von: Ralf Ohm

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Mutig in die Tiefe: Vince Schmidt (Mitte) lässt die Opladener Marice Meurer (l.) und Johannes Sonnenberg stehen und erzielt einen seiner neue Treffer für die ESG.
Mutig in die Tiefe: Vince Schmidt (Mitte) lässt die Opladener Marice Meurer (l.) und Johannes Sonnenberg stehen und erzielt einen seiner neue Treffer für die ESG. © Pressebilder Hahn

Ein von Maxim Schalles verwandelter Siebenmeter beschert Handball-Drittligist Gensungen/Felsberg im Aufsteiger-Duell gegen Opladen noch ein 27:27-Remis.

Gensungen - Punktgewinn oder Punktverlust? Die Frage erübrigte sich, denn die Antwort war schnell klar. Nach dem Schlusspfiff wurde die ESG Gensungen/Felsberg von ihren Fans gefeiert und die Spieler des heimischen Handball-Drittligisten nahmen die Huldigungen freudestrahlend entgegen. „Wir haben 27:27 gewonnen“, bewertete Co-Trainer Mario Schumacher das Remis gegen den TuS Opladen, das auch beim überragenden Rückraumspieler Schmidt große Erleichterung auslöste: „Mental ist das enorm wichtig für uns.“

Denn: Diesmal hatten die Edertaler dem Druck stand gehalten. Und das gegen einen bärenstarken Gast, der als Mit-Aufsteiger der ESG bisher eindrucksvoll demon- striert hatte, wie ein Neuling in der 3. Liga mithalten kann. Und dementsprechend selbstbewusst und dynamisch begann. Doch das Schlusslicht nahm den Kampf an und ging das hohe Tempo mit. Allen voran der unwiderstehliche Vince Schmidt, der mit seinem fünften Treffer nach 14 Minuten die erste Gensunger Führung erzielte (9:8).

Nach und nach zahlte sich auch die temporäre Manndeckung für TuS-Stratege Birger Dittmer aus. „Wir wollten dem Gegner die Sicherheit bei seinen Auftakthandlungen nehmen“, erklärte ESG-Trainer Kauffeld die unorthodoxe Maßnahme, die die Rheinländer immer mehr in 1:1-Situationen zwang.

Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf

So entwickelte sich ein rasantes, ausgeglichenes Kampfspiel. In dem sich die Gastgeber auch vom starken Torwart Jascha Schmidt nicht verdrießen ließen, weiterhin mutig in die Lücken der gegnerischen Deckung stießen und ihre zuletzt pausierende zweite Welle effektvoll reaktivierten.

Bis zum 17:17 (38.). Dann lahmte der eigene Positionsangriff, fand plötzlich keine Lösungen mehr gegen den vorgezogenen Yannik Nitzschmann. Eine (bekannte) Schwächeperiode, auf die die Gensunger diesmal vorbereitet waren. Torwart Marc Lauterbach hielt seine Mannschaft im Spiel und Arnd Kauffeld nahm in einer Auszeit die nötigen Anpassungen vor.

„Wir haben kühlen Kopf bewahrt“, konnte Maxim Schalles nach der vorausgegangenen Derbypleite mit Fug und Recht behalten. Was in besonderem Maße für den Rechtsaußen selbst galt. Den Ausgleich zum 25:25 (53:40) ging ein rasanter Tempogegenstoß des Ex-Lemgoers voraus. Und beim 27:27 21 Sekunden vor Schluss, einem verwandelten Siebenmeter, zeigte der Linkshänder keine Nerven. Nach außen. „Ich liebe solche Situationen“, sagte der 22-Jährige. Und schob schmunzelnd hinterher: „Nervös war ich trotzdem.“

Irgendwie ein Abbild der gesamten Mannschaft. Die hatte nicht nur Moral gezeigt, sondern auch, dass sie in der Liga mithalten kann. Ein Hoffnungsschimmer für den Abstiegskampf 2022.

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