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Gensungen/Felsberg gegen Opladen nur Außenseiter

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Von: Ralf Ohm

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Einst gegeneinander, gegen Opladen endlich miteinander: die Gensunger Cornelius Feuring (l.) und Neuzugang Nino Jedinak, der endlich wieder fit ist und den ESG-Kader verstärkt.
Einst gegeneinander, gegen Opladen endlich miteinander: die Gensunger Cornelius Feuring (l.) und Neuzugang Nino Jedinak, der endlich wieder fit ist und den ESG-Kader verstärkt. © Pressebilder Hahn

Ein Aufsteiger-Duell ist gemeinhin eins auf Augenhöhe. Dieses nicht. Wenn der TuS Opladen beim heimischen Handball-Drittligisten ESG Gensungen/Felsberg gastiert (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen), sind die Gäste als Überraschungsdritter klar favorisiert.

Gensungen/Opladen - Was also haben die Leverkusener, was die Edertaler nicht haben? 20:6-Punkte. Und einen Lauf sowie das Selbstverständnis, das aus einem solchen entsteht. „Wir gehen mit großem Vertrauen ins unser Konzept in jedes Spiel“, erklärt Rechtsaußen Sonnenberg, der seit drei Jahren auch Sportlicher Leiter ist.

Das „Konzept“ ist im Angriff geprägt von bis zu 60 Spielzügen, die die Schützlinge von Fabrice Voigt konsequent durchziehen. Mit torgefährlichen Zielspielern wie den Halblinken Maurice Meurer (bisher 60 Treffer) und Oliver Dasburg (59/24), Linksaußen Yannik Nitschmann (49/9) oder auch Spielmacher Birger Dittmer (39/3) selbst. „Wir dürfen uns von den ständigen Positionswechseln nicht rauslocken lassen“, mahnt ESG-Coach Arnd Kauffeld. Was im Hinspiel (24:31) nicht geklappt hat. Auch weil 6:0-Deckung des TuS mit höchst offensiven Halben und dem überragenden Schlussmann Thorben Schmidt mittlerweile zum Opladener Prunkstück geworden ist, hat doch der Neuling die bisher wenigsten Gegentore kassiert.

Das alles klingt nach einer „riesigen Herausforderung“ (Kauffeld) für das Schlusslicht, das nach der Derbyniederlage in Baunatal erst mal den eigenen psychologischen Schweinehund überwinden muss. Sich aufraffen, fokussieren, „den Kopf oben behalten“, wie Rückraumspieler Heinrich Wachs an seine Mannschaftskameraden Appelliert. Linkshänder Cornelius Feuring glaubt sogar, „dass wir einfach nur ein Erfolgserlebnis brauchen, um endlich in die Spur zu kommen.“

Es wäre, in eigener Halle, das erste der laufenden Saison. Eine Voraussetzung laut Arnd Kauffeld: „Kollektiv auf den Punkt genau da sein, wobei jeder seine beste Leistung abruft.“ Dazu steht dem Gensuner Trainer bis auf Franco Rossel der komplette Kader zur Verfügung.

Immerhin: Der Gast traut dem Braten bzw. der Ausgangsposition nicht so recht. „Wir stellen uns auf ein enges Match ein“, sagt Marcus Sonnenberg. Was allerdings im Umkehrschluss bedeutet, dass die ESG keineswegs damit rechnen kann, unterschätzt zu werden. Zumal sich die Gäste fest vorgenommen haben, „einfach nur weiter zu punkten“ (Sonnenberg).

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