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Gensungen/Felsberg holt Kreisläufer vom ThSV Eisenach

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Von: Ralf Ohm

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Die ESG Gensungen/Felsberg hat einen Fan mehr, der ihr im Abstiegskampf die Daumen drückt. Nicht ganz selbstlos, denn Hannes Iffert, Neuzugang vom Zweitligisten ThSV Eisenach, möchte mit den Edertalern nächste Saison natürlich lieber 3. Liga als Oberliga spielen. Unabhängig davon ist die Vorfreude auf seinen neuen Club riesengroß. „Ich möchte unbedingt die Mannschaft und auch die tolle Atmosphäre bei den Heimspielen kennen lernen“, sagt der Kreisläufer.

Gensungen - Die Freude ist beidseitig. „Hannes ist ein richtig guter Typ, der perfekt in unser Team passt und bereits über einige Erfahrung verfügt, mit der er uns sicherlich weiterhelfen kann“, erklärt Tobias Rummeleit, Technischer Direktor der ESG.

Zu diesen Erfahrungen gehört sein Bundesliga-Debüt 2016 (als Noch-A-Jugendlicher) ausgerechnet im Derby gegen die MT Melsungen. Ende der Saison stieg der Eschweger mit den Thüringern in die 2. Liga und 2018 gar in die 3. Liga ab gefolgt von dem Wiederaufstieg des Traditionsvereins 2019. 2020 schloss sich Iffert dem Drittligisten HSG Groß-Bieberau/Modau an, kehrte nach dem Corona bedingten Abbruch der Saison aber schon nach fünf Monaten zum ThSV zurück.

Seine Handballkarriere begann er in der D-Jugend der SG Datterode/Röhrda, ehe Eisenach auf das Talent aufmerksam wurde. Als Kapitän der A-Jugend-Bundesligamanschaft war er gleich in seiner ersten Saison mit über 100 Treffer bester ThSV-Werfer. Nach neun Jahren Eisenach möchte der Prozessdesigner nun seinen Fokus mehr auf den Beruf legen, was sportliche Ambitionen nicht ausschließt. „Mein Ziel ist es zu helfen, dass sich Gensungen dauerhaft in der 3. Liga etabliert,“ betont der 25-Jährige.

Hannes Iffert ist der erste Gensunger Neuzugang für die kommende Saison. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit bleibt die Mannschaft des Aufsteigers 2020 weitgehend zusammen. Leistungsträger wie Marc Lauterbach, Lukas Voß, Jona Gruber, Vince Schmidt, Heinrich Wachs, Max Lippold, Jan-Hendrik Otto, Jannis Kothe und Cornelius Feuring haben ihre Verträge verlängert. Auch Teja Sonnenschein bleibt den Edertalern erhalten. Fraglich ist noch der Verbleib von Nino Jedinak sowie von Maxim Schalles, der bei einem Erstligisten im Gespräch ist. Als Trainer folgt Frank Eidam auf Arnd Kauffeld (wir berichteten).

Rossel macht Pause - Schalles fraglich

Zwei Spieler, die 2015 zur ESG stießen, beenden bzw. unterbrechen ihre Karriere. Neben Christoph Koch, der der Mannschaft noch als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen will (wir berichteten) auch Franco Rossel, der gestern am Knie operiert wurde und den danach eine achtmonatige Pause erwartet, nachdem er bereits seit September letzten Jahres verletzt passen musste.

„Eine zu lange Zeit, so dass ich für die nächste Saison erst mal abgesagt habe“, erklärt der 26-Jährige. Das letzte Wort über eine Fortsetzung seiner Karriere sei damit aber noch nicht gesprochen: „Vielleicht komme ich ja noch mal zurück.“ Wenn, dann auf jeden Fall in Gensungen.

Hannes Iffert
Hannes Iffert, neuer Kreisläuer der ESG © Pressebilder Hahn

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