3. Liga

Gensungen/Felsberg will gegen Gummersbach nachlegen

Zuletzt in überragender Form: Gensungens Torwart Marc Lauterbach. Auch im kommenden Heimspiel gegen die U 23 des VfL Gummersbach?
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Zuletzt in überragender Form: Gensungens Torwart Marc Lauterbach. Auch im kommenden Heimspiel gegen die U 23 des VfL Gummersbach?

Das Zauberwort heißt „Nachlegen“. Dem ersten Saisonsieg den zweiten folgen lassen. Den vermeintlichen Befreiungsschlag in eine nachhaltige Wende verwandeln. Genau das hat sich die ESG Gensungen/Felsberg nach dem 28:21 beim TuS Volmetal vorgenommen.

Gensungen/Gummersbach – Ein kniffliges Unterfangen, schließlich hat der heimische Handball-Drittligist die hoch talentierte U 23 des VfL Gummersbach zu Gast (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen), die sich berechtigte Hoffnungen auf das Erreichen der Aufstiegsrunde macht.

„Wir wollen den Moment nutzen“, sagt ESG-Trainer Kauffeld. Also die neu gewonnene Sicherheit, das gewachsene Selbstvertrauen und die wieder entdeckte Abwehrstärke als Grundlage für den Erfolg im Kellerduell. Dabei überragte Torwart Marc Lauterbach mit einer Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle, ließ der Mittelblock mit einem souveränen Christoph Koch fast nichts zu - und auf den Halbpositionen agierten Max Lippold und Vince Schmidt einen Tick offensiver, übten so unangenehmen Druck auf die gegnerischen Halben aus.

Auf diese Balance dürfte es auch gegen den VfL ankommen. Der muss zwar verletzungsbedingt auf die Rückrauspieler Julius Fanger und Yannick Harder sowie auf Kreisläufer Felix Eickhoff und Linksaußen Gabriel Da Rocha Viana verzichten, hat aber mit Loic Kaysen, mit 26/4-Treffern derzeit bester Schütze der Oberbergischen, und Tom Kiesler (18) immer noch zwei Spieler mit Zweitliga-Erfahrung auf der Platte. Die bilden mit Florian Schmidt (20) ein äußerst spielstarkes Rückraumtrio.

Hoffnungsträger Marc Lauterbach

„Wir wollen die Spieler besser machen für die erste Mannschaft“, beschriebt Trainer Goncalo Miranda seine „Mission“. Der EHF-Mastercoach mit A-Lizenz, der zuvor u.a. die Zweitliga-Damen der Füchse Berlin und die Bundesliga-A-Jugend des Thüringer HC trainierte. Daran ist auch der Spielstil der Mannschaft geknüpft: hohes Tempo, viele individuelle Aktionen angesichts der überragenden Technik von Gummersbachs junge Wilden. „Diese Zweikämpfe müssen wir gewinnen“, weiß Arnd Kauffeld, worauf es gegen den Tabellenvierten ankommt.

Gensungens Offensive muss sich auf einen Torwart der Extraklasse einstellen: auf Martin Nagy oder Diogo Valerio, je nachdem, wer von den beiden, die der VfL-Coach für die besten der 3. Liga hält, tags zuvor im Zweitligaspiel gegen den TV Hüttenberg zum Einsatz kommt. Zuletzt in Baunatal (29:30) durfte der 22-jährige Nagy ran - und hielt in der ersten Hälfte 16 Bälle. Eine Quote, die bei 14 Gegentoren sogar noch etwas höher lag als die seines Edertaler Kollegen über 60 Minuten in Volmetal.

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