3. Liga

Gensungen/Felsberg zum Kellerduell

Arnd Kauffeld
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Arnd Kauffeld

Mehr Kellerduell geht nicht, wenn das Schlusslicht zum Tabellenvorletzten reist. Wie die ESG Gensungen/Felsberg zum TuS Volmetal (Sa. 19.45 Uhr Sporthalle Löh in Schalksmühlre), die beide derzeit das Ende der Staffel D der 3. Handball-Liga zieren. Abstiegskampf pur schon am siebten Spieltag - für die Edertaler nach sechs Niederlagen eine weitere Chance, endlich den Bock umzustoßen.

Gensungen/Volmetal - Denn die Hoffnung auf den herbeigesehnten „Türöffner“ (Trainer Kauffeld) lebt, doch dazu mus die Mannschaft auswärts ein anderes Gesicht als bisher zeigen. Vielleicht hilft dabei die Aufarbeitung der letzten Heimpleite. „Wir müssen mutiger spielen. Und jeder einzelne muss Verantwortung übernehmen, damit wir im Kollektiv wieder stärker werden“, lautet einer der Schlüsse des ESG-Trainers. Der will, „dass wir uns ganz auf uns selbst fokussieren“, also die eigene Taktik bewusst maßvoll an Schwächen und Stärken des Gegners ausrichten. Und kann bis auf Nino Jedinak und Franco Rossel auf seinen kompletten Kader zurück greifen.

Dabei sind die Probleme der Kontrahenten ähnlich. Ein kapitaler Fehlstart, der zu einem Abwärtsstrudel mutierte, der wiederum am Nervenkostüm der Spieler nagt. „Uns fehlt noch die Konstanz. Wir laufen zu häufig einem Rückstand hinterher, der uns dann unnötig viele Körner kostet“, beschreibt Trainer Rode das Malheur der Sauerländer. Die hatten bereits ihren Türöffner (beim 31:28-Derbysieg in Menden), nutzten ihn aber nicht. Beim 30:35 im darauffolgenden Spiel gegen den VfL Gummersbach II verhinderte ein Negativlauf (1:7) direkt nach der Pause ein zweites Erfolgserlebnis in Folge und damit einen nachhaltigen Aufschwung.

Derlei Spielverlauf dürfte den Edertalern nicht fremd sein, allerdings liegt das TuS-Problem nicht (wie bei den Edertalern) im Angriff, sondern in der Abwehr. „Uns fehlt da einfach der Häuptling, der die Deckung organisiert und zusammenhält“, erklärt Marc Rode. Einer wie Frieda Krause, sechs Jahre lang einer der Garanten des Klassenerhaltes, ehe er Volmetal vor der Saison Richtung Olpe verließ.

In der Offensive sieht der 44-Jährige die Sauerländer dagegen durchaus „breit aufgestellt“: Mit den zweikampfstarken Rückraum-Halben Dominik Domaschk (bisher 20 Tore) und Linkshänder Luca Sackmann (17), den Außen Nils Stange (20) und Jonas Heidemann (18) sowie Kreisläufer Joel Jünger (16). Alle prädestiniert für ein explosives Umschaltspiel, das allerdings trotz eines phasenweise starken Torwarts Treude unter fehlenden Ballgewinnen der Abwehr leidet.

Sicherlich eine Chance für die Gensunger, die aber auch ihre eigenen Baustellen haben. Und deren Beseitigung hat vor dem Kellerduell Priorität. 

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