3. Liga

Gensungen/Felsbergs geht gegen Gummersbachs Talente mit 27:38 unter

Kampf um den Ball: In dieser Szene hat Gensungens Cornelius Feuring (l.) gegen Gummersbachs Tom Kiesler das Nachsehen.
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Kampf um den Ball: In dieser Szene hat Gensungens Cornelius Feuring (l.) gegen Gummersbachs Tom Kiesler das Nachsehen.

Statt des erhofften zweiten Saisonerfolges gab`s für die ESG Gensungen/Felsberg gegen den VfL Gummersbach II die siebte Niederlage im achten Spiel der 3. Handball-Liga. Und eine Lehrstunde dazu.

Gensungen - Eine zumal deutliche Niederlage hat viele Väter. Die dienen dann schon mal dazu, das eigene Versagen zu verschleiern. Die ESG Gensungen/Felsberg hätte nach der 27:38 (8:16)-Klatsche gegen die U 23 des VfL Gummersbach beispielsweise auf den überragenden Gäste-Torwart Diogo Valério, immerhin aktueller portugiesischer Nationalspieler, oder auf eine klare Benachteiligung durch die kleinlich pfeifenden Schiedsrichter verweisen können. Taten sie beim heimischen Handball-Drittligisten aber nicht, widerstanden dieser Versuchung, fassten sich stattdessen an die eigene Nase. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel“, lautete die Selbstkritik von Rückraumspieler Vince Schmidt. Gerichtet an die gesamte Edertaler Mannschaft mit Ausnahme eines überzeugenden Torwart Marc Lauterbach, der mit seinen Paraden eine noch höhere Pleite verhinderte.

Und die Gastgeber bis zum 3:4 (11.) im Spiel hielt. Trotz zweier Zeitstrafen, als die Referees schon früh offenbarten, dass sie mit Gensungens Abwehrarbeit gegen Gummersbachs junge Wilde nicht einverstanden waren.

Kollektive Selbstkritik

Allerdings: Die Edertaler Achillesferse war ihr von Unsicherheit und technischen Fehlern geprägter Positionsangriff. „Wir treffen nicht und verlieren dann komplett den Faden“, fasste Trainer Kauffeld die „unerklärlichen“ (Schmidt) Offensivprobleme zusammen.

Geschürt von VfL-Torwart Diogo Valerio, der seinen Kasten nach einer Viertelstunde nahezu zunagelte. Die Folge: Ein 9:2-Lauf zum 5:13, wobei sich insbesondere Zweitliga-Spieler Fin Schroven nach allen Regeln der Kunst austoben konnte. Erst zwei Schalles-Treffer zum 7:13 und ein von Lukas Voß parierter Siebenmeter (24.) bremsten den VfL-Zug, der dann bis zur Pause aber noch mal richtig Fahrt aufnahm. Eine „Zumutung“ (Arnd Kauffeld) für die ESG-Fans, die die Gummersbacher Lehrstunde ohne Pfiffe, aber ziemlich konsterniert zur Kenntnis nahmen.

Immerhin: Nach dem Wechsel funktionierte zumindest die erste und zweite Welle der Gastgeber, kaschierte so eklatante Schwächen im gebundenen Spiel. Von denen ließ sich dann auch die Gensunger Deckung anstecken, verlor den Zugriff, wurde vom VfL-Rückraum einige Male ausgetanzt.

Auch die Männer in Schwarz kannten kein Erbarmen, blieben ihrer Gäste freundlichen Linie treu. Spiel entscheidend war das nicht, passte aber zum einseitigen Spiel. Ein Aufbrauch sollte es nach dem ersten Sieg in Volmetal werden, ein Rückfall der extremen Art wurde es.

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