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Gensungen hilft in Flensburg nur ein Sieg

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Von: Ralf Ohm

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Zwei erfahrene Cracks, die im Abstiegsfinale das Heft in die Hand nehmen müssen: die Gensunger Christoph Koch (l.) und Carlos Prieto.
Zwei erfahrene Cracks, die im Abstiegsfinale das Heft in die Hand nehmen müssen: die Gensunger Christoph Koch (l.) und Carlos Prieto. © Pressebilder Hahn

Genau dieses Finale stand vor der Saison auf keinem Wunschzettel der Fans der ESG Gensungen/Felsberg. Ein „Showdown“ - also die entscheidende Kraftprobe, nach der nichts mehr geht - im hohen Norden, in den Idraetshallen der DHK Flensborg, die den heimischen Handball-Drittligisten am letzten Spieltag der Abstiegsrunde der Gruppe 2 (Sa. 17 Uhr) zu Gast hat.

Gensungen/Flensburg - Ein Drama in zwei Akten. Dann nämlich, wenn die Edertaler beim Handballclub der dänischen Minderheit (mit zwei Toren Vorsprung) gewinnen und noch darauf warten (hoffen) müssen, dass die HSG Eider Harde bei der bereits geretteten Bundesliga-Reserve von GWD Minden (Spielbeginn 19 Uhr) nicht beide Punkte einfährt. Ein Klassenerhaltsszenario, das laut ESG-Trainer Kauffeld einen Haken hat: „Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand.“ Entsprechend sieht es sein Flensburger Kollege Kai Nielsen als „großen Vorteil“ an, „dass wir mit einem Sieg alles klar machen können.“

Was abseits dieser Konstellation trotzdem für Gensungen spricht:

- Die Auswärtsstärke der Gensunger. Denn die haben in Cloppenburg und in Heider Harde gewonnen und in Minden remis gespielt. Da die Edertaler zum Abschluss wieder reisen müssen, spielt es keine Rolle, das sie laut ihrem Coach das „Wir-gewinnen-zu-Hause“-Gefühl in der heimischen Kreissporthalle offenbar verloren haben.

- Der „Neue“. Seit seiner kurzfristigen Verpflichtung haben die Spielanteile und auch das Spielverständnis von Carlos Prieto kontinuierlich zugenommen, so dass der 42-jährige ehemalige Weltklassespieler seinem Trainer neue taktische Optionen eröffnet. Etwa (neben dem wiedergenesenen Christof Koch) auch mal mit zwei Kreisläufern zu operieren, um so den Ausfall von Rückraumspieler Vince Schmidt zu kompensieren. Darüber hinaus kennt der Spanier solche Drucksituationen zur Genüge. Und weiß, was zu tun ist: „Von der ersten Sekunden an alles geben und nicht daran denken, was passieren kann.“

- Die Rückkehr von Maxim Schalles. Der Rechtsaußen sprühte (als einziger) gegen Minden II (27:29) vor Spielfreude und Torgefahr. Beides wurde im Hinspiel (24:25) ohne den 22-Jährigen schmerzlich vermisst. Ein Sieg, der für die Flensburger laut Nielsen „ein Wendepunkt“ war. Seitdem hat seine Mannschaft nicht verloren und erwies sich in knappen Spielen als ziemlich stressfest.

- Ein Versprechen. „Wir wollen auch im letzten Spiel der Abstiegsrunde ungeschlagen bleiben“, betonte Moritz Schäpsmeier, Coach von GWD Minden II, just nachdem seine Jungs der ESG und der Hölle Nord eiskalt getrotzt hatten. Zu Hause gegen Eider Harde sollte schon allein aus „Gründen der sportlichen Fairness“ (Schäpsmeier) noch weniger anbrennen. Die Gensunger würden es dem Traditionsclub danken. Wenn sie denn zuvor die eigenen (durchaus kniffligen) Hausaufgaben gemacht haben.

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