3. Liga

Gensungen mit Gruber, aber ohne Rossel nach Leichlingen

Kehrt in den Gensunger Kader zurück: Spielmacher Jona Gruber (Mitte).
+
Kehrt in den Gensunger Kader zurück: Spielmacher Jona Gruber (Mitte).

Wenn Jannis Kothe sagt, dass seine Mannschaft „mit breiter Brust“ zum kommenden Auswärtsgegner Leichlinger TV (So. 15 Uhr) reisen kann, klingt das angesichts von vier Niederlagen aus vier Spielen der ESG Gensungen/Felsberg nach Pfeifen im dunklen Wald. Einerseits. Andererseits macht die starke Leistung des Drittliga-Aufsteiger bei der unglücklichen 25:26-Niederlage gegen die Spitzenmannschaft der SGSH Dragons am letzten Spieltag wirklich Mut.

Gensungen - Ganz besonders dem Rückraumspieler, der mit neun Treffern geradezu explodierte.Drum wundert sich denn auch Leichlingens Trainer Hepp, dass die Edertaler noch mit Null Punkten dastehen, weil das „in keiner Weise ihrem Leistungsstand entspricht.“ In Erwartung „eines engen Spiels“, das womöglich erst auf der Zielgeraden entschieden wird. Wo die Gensunger bisher eine gewisse Wankelmütigkeit offenbarten, die ihnen mindestens vier Punkte gekostet hat.

„Es fehlt uns derzeit in solchen Situationen das nötige Selbstverständnis“, lautet der Erklärungsversuch vom ebenfalls stark verbesserten Torwart Marc Lauterbach. Drum arbeitete Trainer Kauffeld vor dem dritten Auswärtsspiel intensiv an der „Rollenverteilung“ im ESG-Angriff, wenn es denn darum geht, die spielentscheidenden Akzente zu setzen. Dazu kann er möglicherweise wieder auf Jona Gruber zurückgreifen, während Franco Rossel wohl noch einige Wochen ausfällt.

Beim Gastgeber müssen Thomas Bahn und Lennart Mentges passen (und damit der etatmäßige Innenblock der 6:0-Deckung). Zwei von insgesamt acht Neuzugängen, die den Umbruch der Mannschaft widerspiegeln. „Wir haben verstärkt auf junge Spieler gesetzt“, sagt Lars Hepp, die nichtsdestotrotz fast alle bereits eine Dritt-Liga-Vergangenheit haben. Dazu kommt mit Fynn Natzke ein Aufsteiger aus den eigenen Reihen, der vor drei Jahren noch in der Bezirksliga spielte. Der quirlige Rechtsaußen ist mit 17 Treffern derzeit zweitbester Schütze seiner Mannschaft.

Nur übertroffen von Valdas Novickis (36/15), als Spielmacher und Torjäger der unumstrittene „Kopf“ der Mannschaft. „Unsere Lebensversicherung“, sagt der LTV-Coach über den 35-jährigen ehemaligen litauischen Nationalspieler, 2005 nationaler Meister und Champions-League-Teilnehmer mit Granitas Kaunas. Nach seinen Bundesliga-Stationen in Magdeburg (2006/2007) und Düsseldorf (2007 bis 2009) heuerte er 2014 im Rheinland an.

Dort ist der Routinier seit sieben Jahren der Dreh- und Angelpunkt des Leichlinger Spiels, einer der in kniffligen Situation entschlossen die Verantwortung übernimmt. Einer, der den Unterschied ausmacht. Einer, wie ihn die Gensunger noch suchen. Nun dürfte erst mal das Hauptaugenmerk darauf liegen, den umsichtigen Regisseur auszuschalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.