3. Liga

Gensungen ohne Gruber und Rossel gegen Tabellenführer

Muss gegen die SGSH Dragons von Anfang an auf der Mitte ran: Gensungens Heinrich Wachs.
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Muss gegen die SGSH Dragons von Anfang an auf der Mitte ran: Gensungens Heinrich Wachs.

Noch ohne Punkt sowie ohne die verletzten Jona Gruber und Franco Rossel hat Drittliga-Aufsteiger ESG Gensngen/Felsberg gegen Tabellenführer SGSH Dragons (Sa. 19.30 Uhr) eine harte Nuss zu knacken.

Gensungen/Halver – Wann wird eine beiläufig gemachte und banal anmutende Aussage zur Redensart? Wenn sich ihre philosophische Tiefe in der Realität erweist. Etwa, dass kein Glück und Pech haben zwei paar Schuhe sind. Drum erklärt Meinhard Rudolff, Mannschaftsarzt der ESG Gensungen/Felsberg angesichts einer weiteren Hiobsbotschaft beim Handball-Drittligisten: „Erst hatten wir kein Glück, nun kommt auch noch Pech hinzu.“

Unter „kein Glück“ bucht der „Doc“ die ersten drei Saisonniederlagen des Aufsteigers ab, mit „Pech“ ist die Trainingsverletzung von Franco Rossel gemeint, dem bei einer Übung die Kniescheibe rausgesprungen war. Glücklich immerhin der Umstand, dass Meinhard Rudolff zur Stelle war und den Rückraumspieler prompt versorgen konnte, der trotzdem für das wegweisende Heimspiel gegen die SGSH Dragons aus Schalksmühle/Halver (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) ausfällt.

„Das können wir überhaupt nicht gebrauchen“, sagt ein frustrierter Trainer Kauffeld. Zumal er auch noch auf Spielmacher Jona Gruber verzichten muss, der sich im letzten Spiel in Opladen eine Adduktorenzerrung zuzog. Zwei „Pfeiler“ (Kauffeld) in Abwehr und Angriff.

Also müssen nun andere ran: Heinrich Wachs auf der Mittelposition, Kothe/Koch im Mittelblock der 6:0-Deckung, die es mit einem Angriff der Extraklasse (88 Tore in drei Spielen) zu tun bekommt. „Wir müssen zu alter Aggressivität zurück finden und uns besser auf die Rückraumschützen einstellen“, fordert daher Arnd Kauffeld.

Gäste mit Top-Rückraum

Im Falle der Sauerländer auf Christopher Klasmann, der zwar ob der Langzeitverletzten Florian Biel und David Bleckmann im linken Rückraum auf sich allein gestellt ist, seine Aufgabe - schon 19 Tore - aber hervorragend löst. Auf der rechten Seite ist Linkshänder Fabian Hecker schwer im Kommen.

„Wir sind gut drauf“, kann Trainer Schmetz mit Fug und Recht konstatieren. Auch der Abgang von Natko Merhar, der in Gensungen sein letztes Spiel für die Dragons bestreitet, um nach sieben Jahren in die Heimat zurück zu kehren, scheint verkraftbar. Tobias Schetters ist mehr als nur ein Ersatz für den erfahrenen Linksaußen und mit 22/6-Toren derzeit bester Torschütze des Tabellenführers.

Nur im Tor drückt bei den Gästen (etwas) der Schuh. Hinter Ante Vukas, kroatischer Junioren-Weltmeister von 2009, klafft eine Lücke, weil es Julian Borchert zurück nach Essen zog. Von „Pech“ will Mark Schmetz, ehemaliger Bundesliga- und holländischer Nationalspieler, aber nichts wissen. Vielmehr wittert er die Chance für die jungen Pius Hablowetz und Tjark Döscher, sich in der 3. Liga früher als gedacht frei zu schwimmen.

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