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Gensungen zähmt auch das Überraschungsteam

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Von: Ralf Ohm

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In Torlaune: Gensungens Heinrich Wachs.
In Torlaune: Gensungens Heinrich Wachs. © Pressebilder Hahn

Der Tabellenführer gab sich keine Blöße. Auch bei der Überraschungsmannschaft der Handball-Oberliga nicht. Mit 33:20 (16:7) nahm die ESG Gensungen/Felsberg die Hürde beim TV Petterweil und verteidigte damit auch nach dem sechsten Spieltag ihre weiße Weste. „Das war richtig souverän“, staunte selbst ESG-Trainer Eidam nicht schlecht.

Petterweil - Es fing gut an für seine Mannschaft, als Jan Hendrik Otto und Heinrich Wachs nach 2:36 Minuten eine 2:0-Führung vorlegten. Doch noch blieben die Gastgeber dran. Regisseur Jankovic hatte die Zügel des Angriffsspiels seiner Mannschaft fest in der Hand und wusste in der Anfangsphase besonders Kreisläufer Fernandez in Szene zu setzen. Allerdings: Als der auf die Strafbank musste und Martin Jankovic auch noch einen Siebenmeter verwarf, war‘s um die Peschke-Schützlinge geschehen, zogen die Edertaler früh und nachhaltig davon.

Per 4:0-Lauf zum 4:8 (11.) und dank fünf Toren in Serie zum 5:12 (17.). Die Edertaler Abwehr mit einem überragenden Torwart Lauterbach hatte phasenweise Beton angerührt und damit den Startschuss für den gefürchteten Tempogegenstoßexpress der ESG gegeben. Die erste und zweite Gensunger Welle war einfach zu schnell für die Mannschaft aus dem Wetterau-Kreis, nach knapp 20 Minuten genauso gezähmt wie der sonst so gefürchtete Hexenkessel in der Sporthalle Petterweil.

Und ein Gensunger spielte ganz besonders groß auf: Torjäger Heinrich Wachs nämlich, der, meist von Jona Gruber perfekt bedient, traf, wie er wollte. Und der Rückraumspieler wollte. Mit drei Treffern in Folge erhöhte er in der 26. Minute auf 6:15. Sein Petterweiler Pendant Martin dagegen blieb blass und sogar torlos, weil ihn Rechtsaußen Otto an die Kette legte.

Nach dem Wechsel nutzten die Gastgeber eine Feuring-Zeitstrafe, um durch Stephan Pletz und Jonas Koffler (32.) auf 9:16 zu verkürzen. Der Beginn einer Aufholjagd, zumal Regisseur Jona Gruber wegen Adduktorenproblemen in er zweiten Hälfte passen musste ? Nicht in Ansätzen, denn Schmidt, Wachs und Co. nahmen erneut Fahrt auf.

Cornelius Feuring nutzte die „Leichtigkeit des Seins“, um nach langer Verletzungspause und rechtzeitig vor dem Derby an seinen Abschlussqualitäten zu feilen. Und auch die Quote von Linksaußen Maximilian Lippold war wesentlich höher als in den letzten Spielen.

„Wir haben ständig Tempo gemacht“, freute sich Frank Eidam. In der Tat. Seine Jungs zogen es durch. Landeten am Ende einen Kantersieg, der TVK-Coach Martin Peschke darin betätigte, „dass Gensungen den schnellsten Handball in der Oberliga spielt.“  

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