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Gensunger Angriff enttäuscht beim 24:25 gegen Flensborg

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Von: Ralf Ohm

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Flugeinlage: Nino Jedinak half durchaus effektvoll am Kreis aus und war auf der Spitze der Gensunger 5:1-Deckung ein Aktivposten, ohne die 24:25-Niederlage verhindern zu können.
Flugeinlage: Nino Jedinak half durchaus effektvoll am Kreis aus und war auf der Spitze der Gensunger 5:1-Deckung ein Aktivposten, ohne die 24:25-Niederlage verhindern zu können. © Pressebilder Hahn

Rückschlag für die ESG Gensungen/Felsberg in der Abstiegsrunde der 3. Liga: Nach zwei Auswärtssiegen mussten sich die Edertaler DHK Flensborg mit 24:25 (12:13) geschlagen geben.

Gensungen - Über den Matchwinner bestand im Lager des Verlierers kein Zweifel. „Wir haben ihn zum Helden geschossen“, sagte Cornelius Feuring, Rückraumspieler der ESG Gensungen/Felsberg. Und Mannschaftskamerad Nino Jedinak: „Er hat die entscheidenden Bälle gehalten. Gemeint war Christoffer Adsersen. Der Torwart der DHK Flensborg avancierte mit 16 abwehrten Bällen zum Garanten des 25: (13:12)-Sieges bei der ESG Gensungen/Felsberg, womit in der Abstiegsrunde der 3. Handball-Liga die Karten neu gemischt werden. Weil die Edertaler ihren Joker, die zwei vorausgegangenen Auswärtssiege, aus der Hand gaben.

Auch ESG-Trainer Kauffeld sparte sich tiefgehende, taktische Analyse, reduzierte die Niederlage stattdessen „auf unsere 19 Fehlwürfe“. Dabei ging Adsersens Stern erst langsam auf. Bei Gensungens vier Tempogegenstößen zum 5:3 (6.) war er machtlos, bis zum 9:8 durch Vince Schmidt (15.) unauffällig. Dann hielt der Schlussmann der Nordlichter den ersten Siebenmeter von Maxim Schalles. „Das hat mir enorm geholfen, plötzlich war ich richtig drin“, beschrieb der 22-jährige Däne den „persönlichen Wendepunkt im Spiel“, der mit einer Stabilisierung seiner äußerst flexiblen 6:0-Deckung einherging.

Die ließ den Edertaler Positionsangriff kaum zur Entfaltung kommen, legte den zuletzt so durchschlagskräftigen Rückraum an die Kette. „Uns fehlte die Leichtigkeit. Außerdem haben wir es zu oft über die Mitte versucht und die Außen vernachlässigt“, erläuterte der ESG-Coach die Defizite seiner Offensivabteilung, von der nur Vince Schmidt die nötige Torgefahr ausstrahlte.

Die Folge: Mit einem 0:3-Lauf zum 9:11 (22.) übernahm Flensborg das Kommando. Immerhin: Gensungen hielt kämpferisch dagegen, blieb dran, wurde aber durch Adsersens Paraden und dem weiterhin fehlenden Schlüssel im Angriffsspiel immer wieder zurück geworfen. Als dann auch noch Spielmacher Desler nach kreativer Pause auf der Bank Gas gab, schien‘s um die Gastgeber geschehen: 19:23 nach 53 Minuten „roch“ nach einer Vorentscheidung. Dachte sich auch Trainer Kai Nielsen. Nahm zur Sicherheit eine Auszeit - und wurde eines Besseren belehrt. In knapp vier Minuten drehte die ESG das Spiel zum 24:23 (58.). Protagonist der Aufholjagd: Nino Jedinak als Spitze einer 5:1-Deckung, der zweimal seine eigenen Ballgewinne veredelte.

Die Wende? Mitnichten. Die Gäste schlugen eiskalt zurück. Erst Tjark Desler, dann Jonas Mau. Und natürlich Christoffer Adsersen mit seinen Paraden 15 und 16. „Wahnsinn“, beschrieb Kapitän Desler die Achterbahnfahrt der dramatischen Schlussphase. Die ließ eine Halle verstummen, die kurz zuvor noch einem (lange vermissten Hexenkessel) geglichen hatte.

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