3. Liga

Germania Fritzlar 15:26 gegen Hannover nach blamabler erster Halbzeit

Kein Durchkommen: Fritzlars Melina Hahn (l.) bleibt hier an Pia Louisa Döpke (Mitte) und Marie Kristin Heinze hängen. Immerhin konnte sich die 16-Jährige nach der Pause steigern und noch drei Treffer erzielen.
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Kein Durchkommen: Fritzlars Melina Hahn (l.) bleibt hier an Pia Louisa Döpke (Mitte) und Marie Kristin Heinze hängen. Immerhin konnte sich die 16-Jährige nach der Pause steigern und noch drei Treffer erzielen.

Der Meisterschaftskandidat der 3. Handball-Liga entpuppte sich als eine Nummer zu groß für Germania Fritzlar. Die Cojocar-Schützlinge waren beim 15:26 (3:16) gegen den TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst chancenlos.

Fritzlar - In der Kabine des TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst wurde schon in der Halbzeit gefeiert. Eine kurze Ansprache des Trainers, ein heftiger Applaus und schon ging‘s wieder raus. Zum beschwingten Warmlaufen für die zweite Hälfte. Nebenan war‘s mucksmäuschenstill. Betretendes Schweigen, das„Lucky“ Cojocar aufhob. „Ihr müsst aufwachen. So dürfen wir uns vor unserem Publikum nicht präsentieren“, lautete der Appell des Coaches des SV Germania Fritzlar.

Der fruchtete. Aus einem „völlig inakzeptablen“ 3:16-Halbzeitstand wurde schließlich eine 15:26-Niederlage, weil seine Schützlinge in der zweiten Hälfte endlich Gas gaben. Und so eine noch höhere Schlappe gegen einen der Meisterschaftsfavoriten der 3. Handball-Liga verhinderten.

„Wir haben uns zusammen gerissen“, erklärte Melina Hahn die Leistungssteigerung. Mit der 16-jährigen auf der Spitze der 5:1-Deckung hatte der SVG-Trainer offensichtlich am richtigen Rädchen gedreht, denn plötzlich stockte der Angriffsfluss des Gastes, wandelte dieser häufig am Rande des Zeitspiels, hielt sich mit den von Saskia Rast verwandelten Siebenmetern über Wasser. Die starke Torfrau Paula Küllmer schob mit ihren Paraden die zweite Welle ihrer Vorderleute an, Hannah Puntschuh konnte sich auf einmal am Kreis durchsetzen.

SVG-Steigerung nach der Pause

„Kurzzeitig war der Wurm drin“, bekannte Jana Pollmer, die gebürtige Fritzlarerin und TV-Anführerin. Aber auch: „In Gefahr waren wir nie.“ Nach Puntschuhs Treffer zum 13:18 (50.) ließ sich der Hallensprecher zwar zu einem hoffnungsvollen „Noch fünf“ hinreißen, doch der anschließende 4:0-Lauf der Gäste schaffte dann endgültig klare Verhältnisse. Immerhin: das junge Fritzlarer Team brach nicht ein, sondern entschied die zweite Hälfte für sich (12:10).

Nachdem es vor der Pause vorgeführt worden war. Vornehmlich von der offensiven Hannoveraner Deckung, die mit den Gastgebern Katz und Maus spielte. „Wir haben uns auf viel zu viele Zweikämpfe eingelassen“, beschrieb Trainer Cojocar die fruchtlosen Angriffsversuche seiner Mannschaft. Die mündeten in den ersten 30 Minuten in sechs erfolgeiche Tempogegenstöße des Gastes, so dass die schuldlose Torfrau Lena Gärbig früh ausgewechselt wurde. Seine weiteren limitierten Personalmöglichkeiten hatte Cojocar schon nach 20 Minuten ausgereizt. Ohne dass es besser wurde. Dazu bedurfte es eines Weckrufes in der Pause.

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