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Germania Fritzlar liefert Favoriten trotz 25:32 einen tollen Kampf

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Von: Ralf Ohm

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Melina Hahn
Melina Hahn © Pressebilder Hahn

Der haushohe Favorit wankte, aber er fiel nicht. Und feierte letztlich einen standesgemäßen 32:25 (12:14)-Erfolg, der aber den zähen Widerstand des SVG Fritzlar in keiner Weise widerspiegelte. Der konnte bis zum 23:23 durch Maria Kiwa (47.) von einer Sensation beim Drittliga-Tabellenführer HSG Blomberg-Lippe II träumen, ehe die Bundesliga-Reserve auf der Zielgeraden mit einem 7:0-Lauf zum 30:23 (57.) für klare Verhältnisse sorgte.

Blomberg - Die Trainer Cojocar nicht an einem Sonderlob für seine Schützlinge hinderte: „Meine Mannschaft hat dem Favoriten einen ganz tollen Kampf geliefert.“ Und das „ohne Drei“ (Berk, Krüger, Puntschuh) und mit einem Team, das wegen einiger Corona-Fälle erst zu Wochenbeginn das Training aufgenommen hatte.

Bis zum 9:5 nach 14 Minuten schien dann auch außer Schadenbegrenzung für die Domstädterinnen nichts drin zu sein. Zumal die Jugendnationalspielerinnen der HSG, Leni Ruwe und Nieke Kühne (bis dahin beide drei Tore), schon früh heiß gelaufen waren. „Lucky“ Cojocar ließ sie erst mal gewähren, ehe Melina Hahn die gegnerischen Passwege als Spitze einer 5:1-Deckung effektvoll unterbrach. Und der Fritzlarer Angriff die offensive Abwehr der Gastgeberinnen entschlüsselte. Die Folge: eine 11:10-Führung des Außenseiters (25.) und ein offenes Spiel. Die 14:12-Halbzeitführung schmeichelte dem Spitzenreiter sogar, als Maria Kiwa und Chantal Reimbold in doppelter Überzahl jeweils einen Siebenmeter verwarfen.

Bis zum 18:20 (42.) hatten die quirligen Domstädterinnen stets eine Antwort auf die Blomberger Konsolidierungsversuche. Auch einen 3:0-Lauf der Gastgeberinnen zum 21:20 (44.) steckten sie weg, um dann doch noch dem eigenen Tempo und der Personalnot Tribut zollen zu müssen. Erst in der Schlussphase schnappte die gefürchtete HSG-Deckung zu, wobei Trainer Björn Piontek munter durchwechseln konnte. Dagegen hatte die Germania nach Kiwas dritter Zeitstrafe (50.) nur noch sieben Feldspielerinnen auf dem Parkett.

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