3. Liga

Germania Fritzlar vor Hannovers Offensivstärke gewarnt

Auf der Mitte gegen Hannovers offensive Deckung besonders gefordert: Fritzlars Spielmacherin Xenia Ahrend.
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Auf der Mitte gegen Hannovers offensive Deckung besonders gefordert: Fritzlars Spielmacherin Xenia Ahrend.

„Für mich ist das ein Heimspiel“, sagt Jana Pollmer, obwohl sie mit ihrer Mannschaft, dem TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst, am Sonntag (17 Uhr KHS-Sporthalle) bei Germania Fritzlar antreten muss.

Fritzlar/Hannover - Ein Widerspruch? Nein. Denn die 31-jährige Handballerin ist in Fritzlar geboren, hat jahrelang in der heimischen Region (Böddiger, Bad Wildungen, Kirchhof) gespielt und zehn Freunden sogar Karten für das brisante Drittliga-Duell besorgt.Ohne zu wissen, „ob die nun auf der Tribüne mich oder den Gastgeber unterstützen werden.“

Aber es ist auch das erste Mal, dass die torgefährliche Spielmacherin mit den Niedersachsen in der Domstadt antritt und dabei auf ihre Freundinnen Maria Kiwa und Lea Gürbig trifft: „Darauf freue ich mich besonders.“

Die beiden SVG-Leistungsträgerinnen umtreibt weniger Freude als der Wunsch nach Wiedergutmachung für die durchwachsene Leistung im Derby bei der SG 09 Kirchhof. „Die Mädels brennen“, sagt Trainer Cojocar, fordert aber auch unmissverständlich: „Wir müssen eine Schippe drauf legen.“

Besonders in der Abwehr, denn der Gast ist berüchtigt für seine Offensivstärke. Zur eingespielten Stammsieben, nach dem Rückzug aus der 2. Liga 2018 zwei Mal Meister, stießen vor der Saison fünf talentierte Jugendliche aus der B-Jugend-Meistermannschaft, von denen Kreisläuferin Merja Wohlfeil, Mittelfrau Luise Albert und Torfrau Emilie Hallmann den Anschluss bereits geschafft haben.

Intelligente Lösungen gefragt

Auch ihnen liegt das Tempospiel, dessen Ausgangspunkt eine wuselige 3:2:1-Deckung ist. Da sind im SVG-Angriff „intelligente Lösungen“ (Cojocar) gefragt. Weiterhin viel Geduld und viel Bewegung ohne Ball sowie eine Spielmacherin, die mit ihren Pässen in die Tiefe die sich bietenden Räume zu nutzen weiß.

Ein klarer Fall für Xenia Ahrend, die bisher noch nicht so richtig in die Saison gefunden hat. „Lucky“ Cojocar baut trotzdem auf sie, will aber auch viel wechseln, um das Tempo hochzuhalten.

Taktisch lässt er sich nicht in die Karten schauen, liebäugelt durchaus mit einer 5:1-Deckung als Alternative zur 6:0-Basisformation. Schließlich gilt es zu verhindern, dass die Bundesliga erfahrene Jana Pollmer in ihrem Heimspiel auf Touren kommt. (Ralf Ohm)

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