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Gipfeltreffen im Kölner Keller: Kirchhof will beim Effzeh zurück in die Erfolgsspur

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Von: Sebastian Schmidt

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Top: Lina Nöchel ist mit 33/10-Toren die treffsicherste Kirchhöferin.
Top: Lina Nöchel ist mit 33/10-Toren die treffsicherste Kirchhöferin. © Richard Kasiewicz

Kirchhof – Der Kölner Keller steht im Fußball als Synonym für Stimmungskiller. Weil der Videobeweis nicht gerade dafür gesorgt hat, dass Entscheidungen gerechter werden. In einem Kölner Keller ihr Glück suchen nun aber die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof.

Denn das Spitzenspiel der 3. Liga West beim 1. FC Köln (Sa. 19.30 Uhr) findet in der Sporthalle Europaschule statt. Und damit unterirdisch. „Das sind sehr spezielle Bedingungen, die wir wie am ersten Spieltag beim 28:19 in Lank annehmen müssen“, sagt Martin Schwarzwald. Dessen Team weiterhin im Zwei-Wochen-Rhythmus gefordert ist, denn beginnend mit dem Derby in Fritzlar (13.11.) gibt es auch im November nur zwei Pflichtspiele. Praktisch daher, dass die Mannschaft derart jung ist, dass sich die Spielerinnen Praxis im Oberliga-Team holen können.

Aus Schwarzwalds Sicht ist die erste Saisonniederlage beim 23:24 gegen den TV Aldekerk abgehakt. Zumal auch die personelle Situation immer besser wird. Nach neun Wochen Pause wegen einer Erkrankung kann Kapitänin Deborah Spatz sich langsam wieder sportlich betätigen. Die fitten neun Spielerinnen genießen derart das Vertrauen des Trainers, dass die Zwillinge Alma und Agustina Jaén Loro noch keine Option fürs Gipfeltreffen im Kölner Keller sind und sie sich weiter über gute Leistungen in der Oberliga anbieten sollen.

Gegner Köln baut auf breiten Kader

„Wir müssen unser Tempo wieder erhöhen und mehr Bälle erobern, um zu leichten Toren zu kommen“, skizziert Schwarzwald eine Vorgabe. Und trifft mit Lea Flohr auf eine ehemalige Spielerin aus seiner Zeit in Leverkusen. Die Rückraumspielerin zählt ebenso wie Kreisläuferin Hanna Wagner zu den starken Neuzugängen des Effzeh.

Dennoch steht bei Trainer Ingo Häussler das Kollektiv über allem: „Wir haben gute, passende Ergänzungen gefunden. Unser Kader ist jetzt ausgeglichener, so dass wir als Mannschaft mehr Tempo gehen und jede Spielerin in jeder Aktion mehr Gas geben kann.“ Häusler kann somit bis zu 16 Spielerinnen um die Ex-Kirchhöferin Julie Bärthel im Tor und die ehemalige Fritzlarerin Hannah Lüdge einsetzen – und tut dies auch. „Rein sportlich können wir jeden schlagen“, betont Häussler, dessen Team noch unbesiegt ist. Was die Hürde im Kölner Keller für Kirchhof noch reizvoller macht. (Sebastian Schmidt)

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