Handball-Bezirksoberliga: Kreisderby in Schenklengsfeld deutlich mit 21:34 verloren

Großer Frust bei der TGL

Sauer: Sorin Paraschiv beklagte unerlaubt hartes Einsteigen des Gegners. Foto: Walger

Schenklengsfeld. Die SG Schenklengsfeld verbuchte mit dem 34:21 (17:11)-Heimsieg über eine frustrierte TG Lispenhausen wichtige Punkte im Abstiegskampf der Handball-Bezirksoberliga. In der Großsporthalle von Schenklengsfeld brannte am Samstagabend die Luft. Zunächst hatten die mit großen Hoffnungen angereisten Lispenhäuser stets knapp die Nase vorn.

Heß treffsicher

Dabei zeigte sich vor allem Rechtsaußen Mark Heß treffsicher. Doch nach Jan Seeses Oberschenkelverletzung nach zehn Minuten geriet die TGL zusehends aus dem Tritt. Wenig später erhielt auch noch Patrick Lehn einen Schlag aufs Ohr und blieb danach wegen Schwindelgefühlen bis in die zweite Halbzeit hinein auf der Bank. Später trug der Schenklengsfelder Matthias Lotz im Zweikampf ebenfalls eine Blessur am Ohr davon und fehlte ab der 40. Minute.

TGL-Coach Sorin Paraschiv indes wetterte gegen die Schiedsrichter, denn er attestierte den Schenklengsfeldern, „Abwehrarbeit über die Grenzen des Erlaubten hinaus“ gleistet zu haben. Das sah sein Gegenüber Markus Lotz ganz anders: „Wir hatten nach etwa 20 Minuten in der 6:0-Deckung schnellere Beine, und Torhüter Simon Oetzel hat sensationell gehalten.“

Wie auch immer: Die Gastgeber enteilten von 11:10 bis zur Pause auf 17:11. Insbesondere Schenklengsfelds Rückraumleute Christian Manske und Johannes Rexroth wussten die Verunsicherung der TGL-Defensive zu nutzen.

Den Ball stiebitzt

Danach sorgte SG-Spielertrainer Lotz selbst dafür, dass der Gegner gänzlich den Mut verlor. Direkt von der Bank kommend, fing der aufmerksame Routinier einen Lispenhäuser Pass ab und erhöhte auf 24:15 (42.). Lispenhausen, das ab der 37. Minute auch noch auf Jens Mackel (dritte Zeitstrafe) verzichten musste, war geschlagen.

„Ich bin stinksauer über die heutige Schiedsrichterleistung“, ereiferte sich Sorin Paraschiv noch lange nach dem Schlusspfiff. Auch das mochte sein Trainerkollege Markus Lotz so nicht nachvollziehen. Er machte lieber seinen Schützlingen Mut im Abstiegskampf: „Mit dem heutigen Ergebnis haben die Jungs ein deutliches Zeichen gesetzt. Aber wir brauchen auch noch Punkte, mit denen niemand rechnet.“

SG Schenklengsfeld: Oetzel, Fischer - Manske (5), Markus Lotz (6), Matthias Lotz (7), Rexroth (3), Apel, Baumann (2), Kämpfer (1), Böhler (2/2), Deis (2), Hilmes (4), Steinhauer (2)

TG Lispenhausen: Koch, Schmidt - F. Degenhardt, Troch (6/3), Heß (5), P. Lehn (6), Werner, Ziermann (1), Kleinert (1), Zuschlag, Seese (1), Mackel (1)

SR: Lange/Schotte (Melsungen)

Zuschauer: 150

Von Andreas Köhler

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