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Grothnes-Gala beim Coup des SV Germania Fritzlar II gegen HSG Hoof/Sand/Wolfhagen

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Von: Marcel Glaser

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Großartige Vorstellung: Fritzlars Hannah Grothnes war beim 32:26 gegen Hoof/Sand/Wolfhagens mit 13 Treffern die Spielerin des Spiels.
Großartige Vorstellung: Fritzlars Hannah Grothnes war beim 32:26 gegen Hoof/Sand/Wolfhagens mit 13 Treffern die Spielerin des Spiels. © Artur Schöneburg

In der 57. Minute war der Jubel unter den Spielerinnen des Handball-Oberligisten SV Germania Fritzlar besonders groß. Denn Spielmacherin Hannah Grothnes hatte mit ihrem 13. Treffer trotz eigener Unterzahl gerade auf 31:26 gestellt. Und damit auch die allerletzten Zweifel am 32:26 (17:17)-Coup der Germania über den Spitzenreiter HSG Hoof/Sand/Wolfhagen beseitigt.

Fritzlar – „Heute habe ich mich mehr getraut“, sagte die SVG-Regisseurin, die noch vor einer Woche im Derby gegen Kirchhof II eine tragische Figur abgab und nach nur vier Minuten eine umstrittene Rote Karte sah. Gegen den Tabellenführer schien die 22-Jährige besonders motiviert. Von Beginn an war die SVG-Regisseurin kaum zu halten, narrte die Gäste-Defensive mit ihren Eins-gegen-Eins-Situationen ein ums andere Mal und war auch per Schlagwurf erfolgreich. Dazu traf auch Sarah Oschmann im linken Rückraum zuverlässig.

„Wir haben noch zu viele technische Fehler gemacht, aber sind in der Abwehr sicher gestanden. Man sieht, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte SVG-Trainerin Susanne Bachmann. In der 6:0-Deckung waren es vor allem Paulina Kauffeld und Anna Holeczy, die der Defensive Stabilität verliehen. Gerade im Positionsangriff fiel den Gästen wenig ein. Und das gefürchtete Tempospiel unterbanden die Domstädterinnen durch ein gutes Rückzugsverhalten konsequent.

Beide SVG-Torhüterinnen überzeugen

Dazu war in der ersten Hälfte Maren Dasenbrock im Tor ein sicherer Rückhalt, während nach Wiederanpfiff die A-Jugendliche Lisa Clobes im SVG-Gehäuse entscheidende Akzente setzte. „Jeder war sofort da“, konnte Grothnes mit Fug und Recht behaupten. So etwa auch Kreisläuferin Marleen Krause, die nach ihrer langen Verletzungspause erst ihr drittes Oberliga-Spiel absolvierte. Oder gerade in der Anfangsphase Lena Alter, die konsequent von Rechtsaußen traf. SVG-Trainerin Bachmann sah auch deshalb „eine sehr gute Mannschaftsleistung“.

Dennoch verlief die Partie lange Zeit ausgeglichen. Nina Albus und Grothnes mit einem Doppelschlag warfen für die Germania beim 29:24 (51.) erstmals eine komfortable Führung heraus. Auch, weil gegen die überragende Hannah Grothnes an diesem Tag kein Kraut gewachsen war.

Fritzlar II: Dasenbrock (9 Paraden/20 Gegentore), Clobes (7/7), Virag – Grothnes 13, Alter 4, Hofmann, Ködel, Albus 4/2, Krause 1, Wenner, Kauffeld 1, Oschmann 5, Holeczy 4, Bücker.

Hoof: Sawyer (6/21), Weinrich (3/11) – Ritter 1, Immelnkämper, Lubach 6, von Dalwig 1, Willer 2, Frankfurth 2, Eichhofer 1, Bittdorf 3/1, Bänfer 2, Happe 7/2, Neurath, Chmurski 2.

Siebenmeter: 2/2:3/4. Zeitstrafen: 12:4-Minuten. (Marcel Glaser)

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