1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Gut war nicht gut genug: Kirchhof nach 19:22 wohl raus aus Aufstiegsrennen

Erstellt:

Von: Sebastian Schmidt

Kommentare

Aktivposten: Kirchhofs Katharina Koltschenko hinterließ in Abwehr und Angriff erneut einen guten Eindruck, musste dann aber am Knöchel verletzt in der entscheidenden Phase zuschauen.
Aktivposten: Kirchhofs Katharina Koltschenko hinterließ in Abwehr und Angriff erneut einen guten Eindruck, musste dann aber am Knöchel verletzt in der entscheidenden Phase zuschauen. © Richard Kasiewicz

Der Traum von der sofortigen Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga ist wohl ausgeträumt. Die Chance extrem gering, dass sich die SG 09 Kirchhof in der Aufstiegsrunde zumindest noch den zweiten Platz sichern kann, der die Relegation bedeutet. Was nicht heißt, dass die Löwinnen beim 19:22 (11:12) bei der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim enttäuscht hätten.

Mainz – Im Gegenteil. „Ich war glaube ich noch nie stolz auf ein Team, das verloren hat. Diesmal aber bin ich es, weil die Moral absolut intakt war und wir alles versucht haben, was möglich war“, erklärte Christian Denk. Dem SG-Coach stand dabei personell noch weniger zur Verfügung als ohnehin befürchtet. Zwar war Vipers-Leihgabe Vanessa Plümer an Bord, dafür konnte Rückraumspielerin Ida Evjen geschwächt von Magen-Darm-Beschwerden nur zwei Minuten und zwei Siebenmeter helfen. Als sich dann kurz nach der Pause die stark aufspielende Katharina Koltschenko am Knöchel verletzte, waren lediglich noch taktische Änderungen möglich.

Bretzenheim mit Vorteilen von der Bank

„Wir haben gemerkt, dass der Gegner müde wird. Im Gegensatz dazu haben wir das Tempo hochhalten können und ich konnte immer wieder gute Qualität von der Bank bringen“, wusste denn auch Ildiko Barna um den entscheidenden Unterschied. Die erfahrene Trainerin Bretzenheims wollte eine Reaktion ihres Teams auf die 19:31-Schlappe gegen den HC Rödertal sehen – und bekam sie. Um die nimmermüde Kreisläuferin Lea Helle und gefußt auf die sichere Torfrau Julia Wenselowski schufen die Gastgerinnen ein Bollwerk, an dem sich Kirchhof die Zähne ausbiss.

„Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten. Da wir selbst viel Kraft in der Deckung brauchten, fehlte uns im Abschluss etwas Energie“, sagte Denk. Besonders auf Deborah Spatz und Greta Kavaliauskaite, die früh gestört wurden, hatte sich das Barna-Team bestens eingestellt.

SG vergibt vier Siebenmeter

Allerdings: Die SG 09 stand dem lange in nichts nach. Spatz/Kavaliauskaite deckten konsequent und wurden von den emsigen Marie Sauerwald und Katharina Koltschenko unterstützt. Über 3:3 (9., Spatz), 7:6 (23., Kavaliauskaite) und 11:10 (27., Spatz) sah es gar nach einem möglichen Coup Kirchhofs aus. Solange, bis der erste Joker der „Ischn“ stach. Katharina Leinert, die für die verletzte Nathalie Schlesinger als zweite Torfrau aufgeboten wurde, parierte zwei Siebenmeter gegen Spatz (34.) und Kavaliauskaite (38.).

Als dann auch noch Rechtsaußen Josi Dingeldein und die Halbrechte Carina Gangel der Partie ihren Stempel aufdrückten, zog Bretzenheim auf 20:13 davon (49.). Kirchhof mobilisierte zwar noch einmal seine letzten Kräfte und verkürzte auf 21:18 (59.). Doch als dann ein Wurf Plümers an die Latte krachte und Martina Pandza ein Fehlpass unterlief, durfte Bretzenheim feiern. Mit einem Sieg am Donnerstag gegen Frankfurt wäre der zweite Platz vergeben. Unabhängig davon, was Kirchhof in Rödertal gelingt.

Kirchhof: Ritter, Orowicz - Pandza, Harder, Sauerwald 3, Evjen 2/2, Koltschenko 2, Jaen Loro 2, Kavaliauskaite 2, Spatz 6/1, Plümer 2/1.

SR: Bendel/Schulte-Coerne. Z: 293.

Siebenmeter: 5/5:4/8. Zeitstrafen: 8:4-Minuten. (Sebastian Schmidt)

Auch interessant

Kommentare