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Gute Startphase war zu wenig: Unkonzentrierte Vipers verlieren in Leverkusen 32:34

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Arm in Arm: Unverständnis im Vipers-Lager über eine Entscheidung der Schiedsrichter äußern (v.l.) Jolina Huhnstock, Co-Trainerin Sabine Heusdens und die Wildunger Trainerin Tessa Bremmer.
Arm in Arm: Unverständnis im Vipers-Lager über eine Entscheidung der Schiedsrichter äußern (v.l.) Jolina Huhnstock, Co-Trainerin Sabine Heusdens und die Wildunger Trainerin Tessa Bremmer. ©  Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler

Da war mehr drin für unkonzentrierte Vipers: Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen haben das Bundesligaspiel beim TSV Leverkusen 32:34 (15:15) verloren.

Leverkusen – Die Vipers brauchen jetzt unbedingt Ballbesitz. Die letzte Minute eines spannenden Bundesligaspiels ist soeben angebrochen und die Handballerinnen aus Bad Wildungen liegen 32:33 hinten.

Die Schiedsrichter haben Freiwurf aus rund elf Metern für die Rheinländerinnen entschieden, er wird ausgeführt und wieder zurückgepfiffen, er wird nochmal ausgeführt wieder zurückgepfiffen - auf der Vipers-Bank schütteln sie den Kopf, hier fordern sie nun den eigenen Ballbesitz.

Aber die Unparteiischen belassen den Ball bei Leverkusen. Freiwurf die Dritte. Nun wird der Ball auf die rechte Seite zu Viola Leuchter gespielt, die sich von ihren Gegenspielerinnen etwas davongeschlichen hat und daher nicht mehr aufhalten ist, ihr Tor versetzt dem Wildunger Team den K.o.

Gute Anfangsphase, unglückliche Schlussphase

„Heute war es bis auf die Anfangsphase kein gutes Spiel von uns, wir haben hinten, vorne und vor allem auch im Tor nicht unsere Normalleistung gebracht“, sagte Trainerin Tessa Bremmer. Es sei zwar noch ein Unentschieden drin gewesen und die Schiedsrichter hätten bei den Freiwürfen auch nicht alles richtig gemacht, erklärte die Trainerin, sie fügt aber fair hinzu: „Letztendlich müssen wir uns für diese Niederlage an die eigene Nase fassen.“

Dass diese Begegnung für Wildungen verloren gehen könnte, danach sah es anfangs nicht aus. Die Vipers hatten nach dem Anwurf alles in Griff. Sie standen in den ersten Minuten noch gut in der Abwehr und haben die Ballverluste der Leverkusenerinnen immer wieder durch eigene Tore veredelt. Elf Minuten lang lief das Spiel der Vipers wie am Schnürchen und auf der Anzeigentafel las sich das so: 2:8. Eine gute Startphase sei spielentscheidend hatte Bremmer vorausgesagt. Sie sollte sich irren.

Leverkusen fand nun besser ins Spiel, verkürzte den Vorsprung auf zwei Tore, aber der Zuschauer hatte bis kurz vor der Pause immer noch das Gefühl, dass die Vipers dieses Spiel nicht aus der Hand geben werden.

Bremmer-Kritik: Nicht mit dem Kopf beim Spiel

Allerdings ging auch diese Ansicht spätestens mit dem Ausgleich zum 15:15-Halbzeitstand verloren. Bremmer kritisierte in der Kabine bei ihren Spielerinnen, dass sie vor allem mit dem Kopf nicht auf dem Spielfeld seien und forderte von ihnen mehr Bewegung, vor allem in der Abwehr. Doch ihre Worte verhallten ungehört

Die zahlreich mitgereisten Vipers-Fans hofften nun wieder auf eine gute Startphase ihrer Mannschaft. Aber das gelang nun den Leverkusenerinnen. Sie veränderten den Halbzeitstand binnen vier Minuten auf 20:16. Doch die Vipers wehrten sich, kamen auf 19:20 heran, um die Gastgeberinnen dann durch weitere unkonzentrierte Aktionen wieder ziehen zu lassen. Nach 50 Minuten schien die Partie nach dem Tor zum 30:25 von Naina Klein entschieden zu sein.

Doch so leicht ist die Wildunger Mannschaft in dieser Saison auch wieder nicht zu besiegen. Sie rappelte sich noch einmal auf, holte auch Tor um Tor auf. Als der Wurf von Sophia Tormann daneben ging und die Vipers-Spielmacherin Anika Hampel im Gegenzug ihren siebten von sieben Siebenmetern zum 32:33 auch verwandelte, waren noch viereinhalb Minuten zu spielen.

Im Gegenzug hielt die Vipers-Torfrau Manuela Brütsch den Ball, aber Miranda Nasser, Keeperin auf der andere Seite, tat es ihr gleich, Brütsch zeigt dann noch einmal eine Parade, aber die Schiedsrichter entschieden nun auf Freiwurf für Leverkusen. (rsm)

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