Guter Tag für erneuten Coup nötig

Bad Wildungen hofft auf eine Überraschung gegen Thüringer HC

Freie Bahn: Die Bad Wildunger Linksaußen Alina Otto (Mitte) hat die Kirchhoferin Klara Schlegel (verdeckt) versetzt und nimmt das Gehäuse von SG-Torfrau Nela Zuzic ins Visier.
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Freie Bahn: Die Bad Wildunger Linksaußen Alina Otto (Mitte) hofft morgen auf ihren Einsatz gegen den Thüringer HC. Hier hat sie die Kirchhoferin Klara Schlegel (verdeckt) versetzt und nimmt das Gehäuse von SG-Torfrau Nela Zuzic ins Visier.

Wie schon beim 24:29 am Mittwoch gegen die TuS Metzingen geht die HSG Bad Wildungen auch morgen (19 Uhr, Ense-Halle) gegen den Thüringer HC als Außenseiter ins Spiel.

Bad Wildungen. Doch im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen der Meister der Jahre 2011 bis 2015 und 2016 bis 2018 als haushoher Favorit nach Südwaldeck kam, und dennoch dort am 6. Januar 2018 mit 27:30 verlor, kommt der THC dieses Mal als keineswegs unschlagbarer Gegner in die Kurstadt.

„Thüringen ist nicht mehr die Übermannschaft wie früher und hat auch nicht mehr eine so große Breite“, sagt HSG-Trainerin Tessa Bremmer. Derzeit steht der THC mit 15:11-Punkten nur auf einem enttäuschenden siebten Rang in der 1. Frauenhandball-Bundesliga und verlor schon gegen die Mittelklassemannschaften Buxtehuder SV (19:20 auswärts), Bayer Leverkusen (28:33) und HSG Bensheim/Auerbach (28:32).

Dennoch sieht Bremmer ihr auf Platz elf stehendes Team gegen die Mannschaft von Trainer Herbert Müller auch weiterhin als „Außenseiter“ an, „denn Thüringen hat immer noch viele starke und sehr erfahrene Spielerinnen.“ Besonderen Respekt hat die Niederländerin vor der tschechischen Rückraumkraft Marketa Jerabkova, die mit 102 Treffern (Schnitt 7,8) die Torschützenliste anführt. „Sie ist eine echte Tormaschine, die sich auch viele Würfe nimmt“ sagt Bremmer über die 24-jährige Halblinke, die vor der Saison vom ungarischen Erstligisten Erd HC kam. Auch auf die Schweizer Spielmacherin Kerstin Kündig (LC Brühl) müsse ihr Team aufpassen, so die 37-Jährige.

Rückraum muss torgefährlicher werden

Nachdem die Vipers gegen Metzingen über weite Strecken gut mitgehalten haben, aber auch zwischenzeitliche Tiefs hatten, hofft Bremmer, „dass wir auch einmal über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung hinbekommen. Wenn uns das gelingt, können wir an einem guten Tag auch Thüringen schlagen“, glaubt die HSG-Trainerin. Damit dies gelingt, muss der Rückraum im Vergleich zum Metzingen-Spiel, bei dem dort nur die zehnfache Torschützin Jana Scheib überzeugte und Maria Ines Da Silva Pereira (Aufbautraining nach Syndesmosebandoperation), die bestenfalls Anfang Februar wieder spielen kann, schmerzlich vermisst wurde, „definitiv torgefährlicher werden“, so Bremmer.

Auch auf den Außenpositionen hatte die HSG zu viele Fehlwürfe. Weil sich die eingewechselte Linksaußen Alina Otto gegen Metzingen „nicht aufgedrängt“ habe und dies beim 22:36 in Blomberg, so Bremmer, auch für Vanessa Plümer galt, wird die Trainerin weiter auf Anna-Maria Spielvogel und Kira Schnack (rechts) setzen.

Im Tor kann sich die Bad Wildunger Trainerin „gut vorstellen“ erst einmal weiter auf die in Blomberg und gegen Metzingen überragende Manuela Brütsch zu setzen. Dabei erscheint eine starke Leistung von dieser oder Ersatzkeeperin Lea Schüpbach für eine Überraschung gegen den THC unbedingt nötig. (jh)  

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