Bei der Eintracht stimmt fast alles

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Und wieder kommt er frei zum Wurf: Eintracht-Rechtsaußen Sven Vogel war von den Abwehrspielern der HG Oftersheim/Schwetzingen kaum zu halten und erzielte sieben Treffer. 

Klarer 32:21-Erfolg in der Baunataler Rundsporthalle

Besser hätten die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal kaum ins neue Jahr starten können. In eigener Halle schlugen sie die HG Oftersheim/Schwetzingen klar 32:21 (16:11), glichen ihr Punktekonto aus und zogen aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs in der Tabelle an den Gästen vorbei auf Rang neun.

Nur zu Beginn hatten die Baunataler Probleme. Zwar glich Felix Geßner mit dem ersten Ligator des GSV in 2020 zum 1:1 aus, in der sechsten Minute lagen die Gastgeber aber 2:4 hinten. Zu zaghaft beackerte die Abwehr den seine Angriffe geduldig ausspielenden Gegner.

Doch schon in dieser Phase mühte sich die Eintracht um schwungvolles, temporeiches Spiel und kam allmählich immer besser ins Rollen. Woran die immer stabiler stehende Deckung großen Anteil hatte. Für die Kurpfälzer gab es fortan kaum noch ein Durchkommen. Zumal ihr starker Halbrechter Tom Jansen verletzt fehlte. Doch nicht nur das.

„Wir hatten uns vorgenommen, die starken Halblinken des Gegners aggressiv anzugehen. Das haben wir gut umgesetzt und sind zu vielen Gegenstoßtoren gekommen“, sagte der zehnfache Torschütze Felix Geßner. Weil Baunatal gegen Florian Burmeister und Daniel Hideg, der zudem noch vor der Pause verletzt ausschied, die passenden Mittel fand, blieben die vom 95-fachen früheren Nationalspieler Holger Löhr trainierten Gäste meist bieder und harmlos.

Zur Pause lag die Eintracht 16:11 vorn, und es war klar, dass sie sich diesmal nur selbst würde schlagen können. Doch diesen Gefallen tat sie ihren Gästen nicht, sondern zog ihr Spiel konsequent durch.

Alle Bedenken, die Partie könnte nach dem Wechsel doch noch kippen, hatten sich bald erledigt. Auch die taktische Variante von Oftersheim/Schwetzingen, zwischen der 35. und 38. Minute mit sieben Feldspielern zu agieren, ging schief. Mit drei Treffern ins leere Tor in Folge erhöhte Baunatal auf 21:12. Zum Ende der Partie hin trug sich auch Paul Gbur zweimal in die Torschützenliste ein, dessen Knieverletzung sich nach eingehender Untersuchung als weniger schlimm herausgestellt hatte.

Erleichtert gab sich Dennis Weinrich nach der Schlusssirene. „Der Sieg ist viel wert. Wir sind mit einem miesen Spiel in die Weihnachtspause gegangen, jetzt haben wir uns wieder freigespielt“, kommentierte der Eintracht-Trainer. Auch und gerade im Hinblick auf die nächste Aufgabe: „Wir müssen ja nach Großwallstadt. Da fahren wir jetzt in aller Ruhe hin.“

Was ihm besonders gefallen hatte? „Wegen unserer starken Abwehr mussten wir nicht so oft in den Positionsangriff. Wenn doch, haben wir auch das gut gelöst und die Außen durch unsere Kreuzungen gut eingesetzt.“ Und die Flügel trafen mit schlafwandlerischer Sicherheit, Vogel von rechts und Geßner von links. „Wir waren gut, haben den Schwung vom Turniersieg in Katlenburg mitgenommen“, bilanzierte Letzterer.

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