Auffälligkeiten des heimischen Handballs

Eintracht Baunatal verpflichtet Lasse Reinhardt zur kommenden Saison

+
Freut sich auf seinen neuen Verein: Lasse Reinhardt wechselt zur kommenden Saison zu Handball-Drittligist Eintracht Baunatal. 

Ein Neuzugang für Drittligist Eintracht Baunatal. Eine schwere Verletzung, die zum Karriereende führt. Ein überraschendes Urteil. Und ein Spieler, der 18 Tore erzielt. Das sind die Auffälligkeiten des heimischen Handballs.

Baunataler Neuzugang

Sein älterer Bruder Fynn spielt schon seit zwei Jahren bei Eintracht Baunatal, im Sommer wagt auch Lasse Reinhardt den Schritt von der Landesliga in die Dritte Liga. Der 18-Jährige ist trotz seines jungen Alters einer der Leistungsträger beim TV Hersfeld. „Er zählt unbestritten zu den großen Talenten in Nordhessen“, sagt Eintrachts Team-Koordinator Klaus Kurtz und fügt hinzu: „Wir wollen ihn für den Rückraum aufbauen. Er wird wie die anderen jungen Spieler seine Einsatzzeiten bekommen.“

Hungriger Torjäger

Er war der überragende Mann beim 36:35-Sieg des Landesligisten HSG Baunatal in Hersfeld: Christian Vogt. Der Baunataler erzielte 18 Tore – und damit die Hälfte der Treffer seines Teams. Dabei war er besonders nervenstark. Von elf Siebenmetern verwandelte er zehn. Ebenfalls beeindruckend: Als die Gäste in der 17. Minute 8:10 zurücklagen, hatte Vogt alle Tore seines Teams erzielt.

Bitteres Karriereende

Für Christian Schade ist es die schwerste Verletzung in der langen Laufbahn – und diese zwingt ihm zu seinem Karriereende. Der 38-Jährige von der MSG Körle/Guxhagen zog sich vor einer Woche in der Partie gegen die TSG Dittershausen einen Fersenbeinbruch, einen Bänderriss sowie eventuell einen Riss des Syndesmosebandes zu. Der frühere Kapitän von Eintracht Baunatal, der für den Klub in der 2. und 3. Liga spielte, war 2018 zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Im Sommer übernimmt Schade den Posten von Trainer Udo Horn.

Überraschendes Urteil

Jetzt gibt es in der Männer-Landesliga wohl doch kein Wiederholungsspiel zwischen der MSG Körle/Guxhagen und der HSG Fuldatal/Wolfsanger. Zur Erinnerung: Nach dem 30:29-Erfolg der Körler hatten die Gäste Protest eingelegt und bekamen Recht. Trotz einer Zwei-Minuten-Strafe hatten die Hausherren nach der Pause vollzählig weitergespielt. Als die Schiedsrichter dies bemerkten, wurde der Spieler nur vom Platz geschickt – es gab keine weitere Bestrafung und die MSG behielt den Ball. Das war falsch. Der Verband sah es zunächst als eine spielentscheidende Fehlentscheidung an – ein Wiederholungsspiel sollte stattfinden.

Die Körler legten Berufung ein und bekamen nun vom Verbandsgericht Recht. Dieses bewertete den Fehler der Unparteiischen nicht als hochgradig entscheidend, weil noch 30 Minuten zu spielen waren und das Überzahlspiel der Gäste keinen signifikanten Einfluss auf den Spielverlauf hatte.

Erfolgreiche Talente

Die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen bleibt in der A-Jugend-Bundesliga in der Erfolgsspur. Der Spitzenreiter der Meisterrunde, Gruppe 2, gewann das Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen 27:26 (11:13). Dabei hätten die Melsunger die 27:22-Führung kurz vor Schluss fast noch verspielt, brachten den knappen Vorsprung aber doch über die Zeit.

Es war ein wichtiger Sieg, schließlich ziehen nur die jeweils besten vier Teams der beiden Achter-Gruppen in das Viertelfinale der K.o.-Phase zur Deutschen Meisterschaft ein. Bei den Gastgebern glänzte Torwart Jan-Lasse Herbst bei 24 Gegentoren mit 19 Paraden. Bester Melsunger Torschütze war Rechtsaußen Julian Fuchs mit 10/5 Treffern.

Umjubelter Derbysieg

Plötzlich läuft es bei Eintracht Baunatal II. Nach der Rückkehr von Trainer Ralf Horstmann, Torwart Constantin Paar und Florian Ochmann gewann der Bezirksoberligist vor einer Woche bei Fuldatal/Wolfsanger II – und nun das Stadtderby gegen die HSG II. Mit dem 34:31 (18:13)-Erfolg setzte Eintracht II das nächste Ausrufezeichen im Abstiegskampf.

VON MORITZ MINHÖFER UND MANUEL KOPP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.