29:33-Niederlage gegen SV Union

Bad Wildungen verspielt Sieg bei Halle-Neustadt in Halbzeit zwei

Handballszene: Wewrferin wird von zwei Gegenspielerinnen attackiert
+
Stärkste Viper in Halle: Munia Smits (Mitte), der sich die Wildcats Swantje Heimburg (links) und Helena Mikkelsen entgegenstellen.

Der zweite Saisonsieg schien greifbar, am Ende quittierte die HSG Bad Wildungen die fünfte Niederlage. Mit 29:33 (14:13) unterlagen die heimischen Erstliga-Handballerinnen beim SV Union Halle-Neustadt trotz ihrer hohen Torquote.

Halle-Neustadt - In der SWH-Arena, in der die mitgereisten Vipers-Fans von Anfang an Stimmung machten, begannen die Gäste gut. Kreisläufern Annika Ingenpaß setzte mit dem schönen Treffer zum 1:0 sofort eine Duftmarke. Den ersten nennenswerten Vorsprung erzielten die Vipers mit dem 5:2 erneut durch Ingenpaß am Kreis (7.) in der ersten Überzahl.

Danach schienen die Vipers kuz Angst vor der eigenen Courage zu bekommen. Typisch für diese Phase, als Swantje Heimburg ein schlechtes Zuspiel der HSG in der eigenen Abwehr abfing und den Konter zum 4:5 verwandelte.

Beim Stand von 6:5 für Union stoppte Bremmer das Spiel mit der ersten Auszeit gerade rechtzeitig. Zwar verwarf Maxime Struijs den ersten Vorstoß danach prompt, scheiterte Larissa Platen be ihrem dritten Siebenmeter der Partie an der eingewechselten Keeperin Lara Lepschi (11.).

Aggressiv in der Abwehr, im Angriff mit

Doch nun agierten die Gastgeberinnen häufig unkonzentriert. Umgekehrt zeigten sich die Gäste konsequent und aggressiv in der Abwehr. Mit insgesamt acht Paraden in Halbzeit eins überzeugte auch Torhüterin Manuela Brütsch.

Mit dem 8:7 durch Jana Scheib (14.) gingen die Gäste erstmals wieder ins Führung, die sie bis zur Halbzeit nicht mehr hergaben. Höher als mit zwei Toren lagen sie aber nie vorn, weil sie immer wieder gute Chancen hergaben.

Ordentlich, aber nicht überragend hielt SV-Torhüterin Anica Gudelj. Kurz vor der Sirene brachte die von halbrechts sehr zuverlässig abschließende Helena Mikkelsen Union wieder bis auf einen Treffer heran.

Bremmer: Spiel bis dahin im Griff

„Ich hatte in der Halbzeit das Gefühl, dass wir das Spiel gut im Griff haben“, sagte HSG-Trainerin Tessa Bremmer nach dem Abpfiff. Die Angriffsleistung sei nach Wiederbeginn auch auf gleichbleibendem Niveau geblieben. Entscheidend seien die nachlassenden Leistungen in der Abwehr samt Torfrau gewesen: „„Wir haben eigentlich jeden Ball reinbekommen.“

Nach Wiederbeginn kehrte Neustadts Spielmacherin Camilla Madsen, die im ersten Abschnitt kaum in Erscheinung getreten war, aufs Parkett zurück; Trainerin Katrin Heinig schaffte es, die Abwehr der Gastgeberinnen mit der Hereinnahme von Pia Dietz zu stabilisieren. Im linken Rückraum trumpfte zudem Simone Petersen stärker auf.

Fast blinder Abschluss: Jana Scheib (Bad Wildungen) kriegt von der Hallenserin Swantje Heimburg das Trikot übers Gesicht gezogen.

Die Vipers kamen zwar besser in den zweiten Abschnitt, Ingenpaß und Munia Smits sorgten kurz für einen Zwei-Tore-Vorsprung (16:14/33.). Smits brachte die Gäste zum 17:16 mit ihrem vierten verwandelten Siebenmeter dann das letzte Mal in dieser Partie nach vorn (36.), 

Die Begegnung blieb offen bis zum 22:22, das Ingenpaß mit etwas Glück am Kreis markierte (43.). Dann zwei vorentscheidende Situationen. Erst verwarfen die Vipern nach einem technischen Fehler der Neustädterinnen beim Gegenkonter das 23:22, kassierten dann selbst das 23. Tor durch Petersen, und den nächsten Angriff warf Smits an die Latte.

Zudem mussten nacheinander Scheib und Smits auf die Strafbank. Union kam in dieser Phase zwischen der 44. und 48. Minute selbst zu einer Zwei-Tore-Führung. In einigen Szenen hatte die Gastgeberinnen die Schiedsrichter auf ihrer Seite, die kleinere Regelverstöße durchgehen ließen 

Julie Hafner: Tor beim Debüt

Tessa Bremmer nahm kurz hintereinander zwei Auszeiten, beim dritten Timeout hieß es 27:23 für die Wildcats (50.). Nach dem 27:24 stellte die Trainerin auf 4:2-Deckung um, doch obwohl Lea Schüpbach (korrigiert) immerhin einen Siebenmeter der bis dahin stets erfolgreichen Julia Niawiadomska pariert hatte (55.), das Tempospiel von Madsen sowie der besten Union-Werferinnen Petersen und Mikkelsen (je acht) aus dem Rückraum konnten die Gäste nicht stoppen.

Als Anna-Maria Spielvogel drei Minuten vor dem Ende die nächsten zwei Minuten kassierte, war die Sache durch. Die eingewechselte Julie Hafner, bei ihrem Bundesliga-Debüt gleich erfolgreich, und die insgesamt zehnmal erfolgreiche Smits sorgten dafür, dass der Rückstand bis zum Ende im Rahmen blieb. (mn)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.