Personalplanungen für kommende Saison laufen

Handball-Landesligisten sind gerüstet, wenn es wieder losgeht

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In Lauerstellung: Derby zwischen der HSG Fuldatal/Wolfsanger und der HSG Baunatal mit (von links) Tobias Oschmann, Marcel Witzel, Fynn Welch und Christian Vogt. 

Das Ende der Saison kam kurz und schmerzlos. Als der Hessische Handball-Verband am 12. März die Saison 2019/20 für beendet erklärte, war das aber für viele Verantwortliche in den Klubs keine wirkliche Überraschung mehr. „Gesundheit geht vor“, war denn auch der einheitliche Tenor bei den heimischen Landesligisten. Gleiches gilt für die Eigenverantwortung der Spieler für ihre Fitness und die Aussage, wir sind gerüstet, wenn es wieder losgeht.

Fuldatal/Wolfsanger

„Dieser Schritt des Verbandes ist absolut nachvollziehbar und richtig“, sagt Frank Janotta, einer der beiden Trainer der HSG Fuldatal/Wolfsanger, die auf Rang drei abschloss. „Natürlich ist solch ein Saisonende nicht schön, aber es ging nicht anders.“ Janotta und sein Sohn Jendrik halten über WhatsApp Kontakt zum Team und gehen davon aus, dass jeder Spieler für sich entscheidet, was er für die Fitness tun kann. Die Kaderplanung für die nächste Saison ist bei der HSG zu 98 Prozent abgeschlossen, „wir sind gerüstet, wenn es denn losgehen sollte“.

HSG Baunatal

Bei der HSG Baunatal, die auf Rang vier abschloss, sind die Spieler in die eigene Verantwortung entlassen worden. „Jeder muss sich fit halten, je nachdem, wie er die Möglichkeit dazu hat“, sagt Trainer Mike Fuhrig. „Der Abbruch der Saison war das einzig Richtige“, findet der frühere Nationalspieler. Bei der HSG wartet man jetzt ab und will dann sehen, wie man alle wieder unter einen Hut bringt. Für die kommende Saison war die HSG grundsätzlich schon im Reinen. Max-Malte Wagenführ ist beruflich weg, neu sind Adrian Rudolph (Fuldatal/Wolfsanger, Jonas Kutzner (TGW) und Luca Rietze (GSV). Dazu baut Baunatal auf die bisher verletzten Lars Cammann und Tobias Oschmann.

TSG Dittershausen

„Wir haben schon vorher über dieses Szenario geredet und dann erst einmal alles runtergefahren“, sagt Sead Kurtagic, Trainer der TSG Dittershausen, die auf Rang sieben steht. „Jeder Spieler muss sehen, wie er sich fit hält.“ Und wenn es irgendwann weiter gehen sollte, will Kurtagic mit Umstellungen in der Trainingsarbeit den Nachholbedarf abarbeiten. Die Mannschaft für die nächste Saison steht, da alle zusammenbleiben. Wieder dabei ist Torwart Pascal Glöckner, sodass es im Kasten zu einem Dreikampf kommt. Außerdem will die TSG sehen, inwieweit Nachwuchsspieler eingebaut werden können.

VfB Bettenhausen

Für den VfB Viktoria Bettenhausen waren die letzten drei Siege in Folge wichtig, denn damit kletterte er auf den sicheren neunten Rang. „An der Entscheidung des Verbandes gibt es nichts zu deuteln“, sagt Trainer Pascal Zügler. Seine Spieler sind auch in die eigene Verantwortung entlassen worden. „Wir müssen jetzt Ruhe bewahren und abwarten“, so sieht es Davor Juricic, der für die nächste Saison noch keine konkreten Angaben mach kann, dazu sei es noch zu früh. „Wie gut, dass wir die kleine erfolgreiche Serie noch hingelegt haben, sonst wären wir vielleicht auch unten drin“, sagt Trainer Zügler.

TG Wehlheiden

Unten drin ist die TG Wehlheiden, die direkt wieder in die Bezirksoberliga absteigt. „Das ist schon bitter für uns“, sagt Trainer Steve Winterhoff. „Aber wir haben auch die ganze Serie nicht so gespielt, als dass wir den Klassenerhalt verdient hätten.“ Jetzt sollten sich die Spieler unter Eigenregie fit halten und dann wolle die TGW neu angreifen, mit Winterhoff als Trainer. 

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