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Eintracht Baunatal von der Rolle

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Von: Peter Fritschler

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Festgemacht: Baunatals Fynn Reinhardt (links) hängt hier in der Abwehr des HC Hildesheim mit Benas Butkus fest, der Angriff der Eintracht hatte mit der Gästedeckung seine Probleme.
Festgemacht: Baunatals Fynn Reinhardt (links) hängt hier in der Abwehr des HC Hildesheim mit Benas Butkus fest, der Angriff der Eintracht hatte mit der Gästedeckung seine Probleme. © dieter schachtschneider

Eine bittere 25:32 (12:16)-Niederlage mussten die Handballer des GSV Eintracht Baunatal in der 3. Liga Ost gegen den HC Eintracht Hildesheim quittieren. Am Ende war es ein verdienter Sieg der Gäste, die in der Baunataler Rundsporthalle vor 350 Zuschauern über 60 Minuten immer die besseren Antworten hatten.

Der Eintracht fehlte es im Spiel gegen die Niedersachsen in Abwehr und Angriff an der letzten Konsequenz. Zwar kämpften die Großenritter, die unter ihrem Leistungsniveau blieben, aber es fehlte in vielen Situationen der letzte, entscheidende Biss. Im Angriff konnte man vier Siebenmeter nicht verwandeln, lochte zwei Tempogegenstöße nicht ein und ließ bestimmt an die sechs einfachen Tore liegen. Damit kann man nicht gewinnen. Dazu kamen technische Fehler, die von den Gästen zu schnellen Toren genutzt wurden.

In der Abwehr fand man keinen Zugriff auf die Entscheider bei den Hildesheimern und stand bei vielen Anspielen auf einen völlig freien Gegner wie konsterniert da. Zu weit weg vom Werfer, um den überhaupt stören zu können.

Schon im ersten Angriff des Spiels leistete sich die Eintracht einen Ballverlust, und nach 54 Sekunden führte Hildesheim mit 1:0. Beim 5:4 (13.) und 6:5 (15.) führte Baunatal die beiden einzigen Male im Spiel, beim 15:16 (33.) und 16:17 (35.) kam man jeweils noch einmal an Hildesheim heran. Doch eine Wende konnte man dem Spiel nicht mehr geben. Das lag auch daran, dass von den etablierten Spielern der Eintracht in diesem Spiel zu wenige Impulse kamen.

Zugutehalten muss man den Baunatalern, dass sie immer wieder versuchten, sich noch mal aus dem Schlamassel zu ziehen. Doch fehlte auf der einen Seite das Glück, waren auf der anderen Seite die Hildesheimer Eins-gegen-eins einfach stärker.

„Der Hildesheimer Sieg geht vollkommen in Ordnung“, sagte GSV-Trainer Dennis Weinrich. „Wir lassen vorne viele Chancen liegen, haben schlechte Aktionen und liefern damit dem gegnerischen Keeper Futter. Wir waren mental nicht in der Lage, dem Spiel eine Wende zu geben.“

Phil Räbiger, der neben seinem Einsatz in der Abwehr, auch immer wieder mal im Angriff spielte, stand nach der Partie einigermaßen geknickt auf der Platte: „Das fühlt sich nicht gut an, das war schon ernüchternd.“

Baunatal: Goldmann (9 Paraden/28 Tore), ab 50. Mügge (3 Paraden/4 Tore), Lohrbach (n.e.); Henne, Kurtz, Helbing 2, Kleinschmidt, Trogisch 8/3, Batz, Bieber, Fitozovic 3, Räbiger 1, Geßner 5, F. Reinhardt 4, L. Reinhardt 2, Gabriel

Hildesheim: Madert (15 Paraden/24 Tore), Krka ( (7 m/19., n. geha.); Diener 1, Litvenenko, Myrbakk, Matic 4, Stiegen, Wagner 3, Gruszka 4, Tonar 6, Butkus 3, Jonas, v. Hermanni 6/1, Schade 5

SR: Reimann/Majstrak (Halle) - ZR: 350

Siebenmeter: 7/3 - 2/1. Zeitstrafen: 12:12 Minuten

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