Handball-Landesliga

Fuldatal/Wolfsanger spielfreudig zum 30:25-Erfolg

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Verbissen: Der Dittershäuser Tobias Koch (rechts) wird von Fuldatal/Wolfsangers Fynn Welch attackiert. 

Nicht immer in dieser Saison zeigten die Handballer der HSG Fuldatal/Wolfsanger, was in ihnen steckt. Im Derby bei der keineswegs enttäuschenden TSG Dittershausen gelang ihnen dies. Nicht ein einziges Mal lagen sie hinten und setzten sich vor 300 Zuschauern 30:25 (13:11) durch.

„Mich wundert, dass Fuldatal/Wolfsanger in der Tabelle nicht vor uns stand. Das ist eine eingespielte Topmannschaft, individuell und in der Breite gut aufgestellt“, sagte Sead Kurtagic.Am meisten imponiert dem Dittershäuser Trainer am Gegner, „wie dessen schnelle, wendige Leute unsere Abwehr immer wieder ausgespielt haben“. 

Letzteres war den Gästen schon vor der Pause immer wieder geglückt. Doch da scheiterten gerade die Außen noch oft an TSG-Torhüter Jannik Lengemann, der ebenso wie sein Gegenüber Nico Huth eine formidable Leistung bot. Huth jedoch hielt das Niveau über 60 Minuten, während Lengemann nach dem Wechsel vielen Würfen ohnmächtig gegenüberstand. Was möglicherweise auch damit zusammenhing, dass der Schlussmann nach einer Magen-Darm-Erkrankung noch nicht wieder komplett bei Kräften war.

Dennoch setzten sich die Gäste erst ab der 40. Minute von 16:16 auf 19:16 etwas ab. Jan Grebe traf sicher von Linksaußen, die Abwehr machte es der TSG immer schwerer, und vorn lief der Ball bisweilen wie am Schnürchen. Bestes Beispiel das 19. Tor. Am Ende eines schnellen, gleichwohl geduldig vorgetragenen Angriffs wie aus dem Lehrbuch wurde Jan Hochapfel am Kreis freigespielt und traf. Vergleichbares hatte Dittershausen kaum zu bieten, punktete aber lange über die Durchschlagskraft von Fabian Rudolph und Moritz Gerlach aus dem Rückraum. Von außen und vom Kreis kam die TSG hingegen kaum zum Zuge.

„Entscheidend war, dass wir gegen die 5:1-Deckung später die besseren Lösungen gefunden haben. Vielleicht haben wir Dittershausen in der Abwehr auch mürbe gespielt. Die TSG musste sich die Tore härter erkämpfen als wir.“

Für drei Akteure der Gäste war die Partie vorzeitig zu Ende. Louis Feckler schied mit einer Fußverletzung aus (33.). Hochapfel sah Rot, weil er den Dittershäuser Finn-Max Poppenhäger beim Wurf attackiert hatte (53.). Und Paul Helbing musste fünf Sekunden vor Schluss wegen einer als Spielverzögerung zu wertenden Unbeherrschtheit gehen. Beide Ausschlüsse blieben ohne Bericht.

Dittershausen: Lengemann, Ebenhöh (ab 51.) - Jannik Braun, Rudolph 7/1, Gerlach 8, Jentzsch 1, Julian Braun, Stein 1, Keßler 1, Poppenhäger 3, Mathias Siebert 1,Koch 3, Magnus Benedix, Fynn Benedix (n.e.)

Fuldatal/Wolfsanger: Huth, Schäfer (n.e.) - Witzel, Feckler 3/2, Simon 7, Fynn Welch 3, Scholz 1, Grebe 11, Barth 4, Gericke, Rudolph, Helbing, Hochapfel 1, Till Welch (n.e.)

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