Handballer unterliegen 24:29

Handball: Tus Opladen lässt Eintracht Baunatal abblitzen

Zum Verzweifeln: Meist hatte Opladen, hier mit Johannes Sonnenberg (rechts) die Eintracht, in diesem Fall Jan-Erik Kleinschmidt, gut im Griff.
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Zum Verzweifeln: Meist hatte Opladen, hier mit Johannes Sonnenberg (rechts) die Eintracht, in diesem Fall Jan-Erik Kleinschmidt, gut im Griff.

„Wir waren konstant schlecht, Opladen konstant gut.“ Mit diesen lapidaren Worte fasste Dennis Weinrich das Erlebte zusammen. Und lag damit nicht daneben. Die von ihm trainierten Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal mussten die Überlegenheit ihrer Gäste vom Tus Opladen anerkennen.

Der Tabellenzweite unterstrich, warum er so weit oben steht, während die Gastgeber durch ihre 24:29 (12:17)-Niederlage erstmals in dieser Saison aus den ersten Sechs rutschten.

Auf Linksaußen begann Felix Geßner, weil Tom Kurtz an einem Bänderriss laboriert. Verständlicherweise fehlte dem Torjäger noch die Sicherheit. Nach vier Fehlversuchen traf er zum 7:6 (15.) erstmals. Es sollte die letzte Führung des GSV sein. „Nach der langen Pause hat die Leichtigkeit gefehlt“, sagte er, nachdem er es noch auf fünf Tore gebracht hatte. Zudem stand er die kompletten 60 Minuten auf dem Feld. Was für die Eintracht einen hohen Preis haben könnte. Durch die Schlussphase quälte sich Geßner mit einer Oberschenkelzerrung.

Weil Benjamin Fitozovic durch einen Infekt gehandicapt war, spielte in der ersten Halbzeit Michael Schäfer auf Rechtsaußen. Früh machten die Rheinländer deutlich, warum sie zu den Spitzenteams gehören. 2:0 lagen sie vorn, während die Eintracht über fünf Minuten zum ersten Tor benötigte. Phil Räbiger erzielte es. Bis zum 8:8 (17.) hielten die Baunataler die Partie dennoch offen. Aber schon bis zu dieser Phase zeichnete sich ab, dass der GSV heute seinen Meister finden würde. Während bei der Eintracht einmal mehr zu viel Verantwortung auf zu wenigen Schultern lag, glänzte Opladen mit breitem, ausgeglichenem Kader. Wären die Gäste nicht schon vor der Pause viermal an Pfosten und Latte und mehrmals auch an Marian Mügge im Tor gescheitert, sie wären noch früher noch weiter weggezogen. Mit hohem Tempo, viel Druck von jeder Position und reichlich individueller Klasse stellten sie den GSV vor einige Probleme. Aber es lag nicht nur am Gegner, „Wir waren nicht am Optimum und hatten in der Abwehr lange keinen Zugriff. Daher kamen wir nicht zu leichten Toren und haben viele Freie verworfen. Nur 24 Tore zuhause sagen alles“, erklärte der Halbrechte Kevin Trogisch.

Nach dem Wechsel versuchten die Baunataler alles. Näher als auf drei Tore kamen sie nie heran, zumal es nun sie waren, die häufig nur Pfosten und Latte trafen. Nie wirkte es, als könnten sie Opladen noch gefährden. Auch nicht, als Trogisch nach einer Mügge-Parade den Rückstand im Gegenzug noch einmal auf drei Tore verkürzte. Doch die Gäste wussten wie immer die passende Antwort und ließen die Eintracht abblitzen. Das Duell verlief nun längst nicht mehr so rassig, wie zuvor, die Spannung hielt sich im Rahmen.

„Wir haben über fast 60 Minuten oberflächlichen Handball geboten, sind nie in die Tiefe gekommen und haben die Außen nicht freigespielt“, resümierte Weinrich. (Wolfgang Bauscher)

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