Handball

Zum Training wieder in der Halle - trotz Auflagen ein „Super-Gefühl“

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In Wurfpose: Martin Röhrig, neuer Trainer der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, die endlich wieder in der Halle trainieren darf.

Unter Auflagen dürfen die höherklassigen heimischen Handballteams endlich wieder in der Halle trainieren. Und freuen sich riesig darüber.

Sie dürfen wieder ran, die höherklassigen heimischen Handballer. Nicht mit voller Kraft, schon gar nicht in Zweikämpfen verwickelt. Aber immerhin mit Ball und in der gewohnten Halle. Zwar hat der Kreisausschuss beschlossen, die eigenen Sporthallen bis zu den Sommerferien wegen der Corona-Pandemie nicht zu öffnen. Aber es gibt Ausnahmen. Für Teams ab der Oberliga. Und so haben einige in dieser Woche das ersehnte Mannschaftstraining, zumindest in Kleingruppen und unter strengen Hygieneauflagen, wieder aufgenommen. Wir haben uns umgehört.

SG 09 Kirchhof

Die Zweitliga-Spielerinnen, die sich individuell fit halten sollen, sind noch im Urlaub. Dafür haben das Juniorteam (Oberliga) sowie die weibliche A-Jugend und C-Jugend das Hallentraining wieder aufgenommen. Nach einer Einführung der SG-Hygienebeauftragten. „Und unter ständig sich ändernden Bedingungen“, wie SG-Leiterin Renate Denk erklärt. Statt in drei Fünfer- konnte so im Laufe der Woche in zwei Zehnergruppen trainiert werden. Mittlerweile ist in Hessen sogar das Kontaktverbot aufgehoben.

SV Germania Fritzlar

Beim Drittliga-Meister geht es kommende Woche los. In Gudensberg, weil die eigene Halle (Sporthalle der KHS) renoviert wird. Trainer „Lucky“ Cojocar freut sich „riesig“ auf das Wiedersehen mit seinen Schützlingen, einem 14er Kader mit vier Neuzugängen. Nach dem individuellen Training sind nun zwei Einheiten in der Halle und eine außerhalb (Kondition) geplant. Der SVG-Coach weiß um die besondere Herausforderung der Belastungssteuerung: „Nach fast drei Monaten ohne Ball müssen wir uns dem Normalbetrieb sehr behutsam nähern, um Verletzungen der Muskulatur zu vermeiden.“

ESG Gensungen/Felsberg

Von einem „Supergefühl“ spricht Arnd Kauffeld, Trainer des heimischen Drittliga-Aufsteigers, angesichts der Rückkehr in die Gensunger Kreissporthalle. Für sich selbst und für seine hoch motivierten Schützlinge inklusive Neuzugang Jona Gruber. Die tummelten sich in dieser Woche dreimal in zwei Gruppen auf dem Feld: eine unter den Fittichen von Athletik-Trainer Frank Eidam, der sich dem konditionellen Zustand der Spieler widmet und die andere mit Ball, um an Technik, Pass-Sicherheit und Torwürfen zu feilen. Der ESG-Coach spricht von eine „Harzgewöhnungsphase“ (in der Oberliga war das „Harzen“ noch verboten), die nicht nur für die Angreifer, sondern auch für die Torhüter einige Überraschungen parat hat.

Dabei trainieren die Edertaler bereits seit drei Wochen mit Ball - auf dem Sportplatz in Felsberg. Kein Vergleich mit der Halle, in der sie sich natürlich viel wohler fühlen. Allerdings: das gemeinsame Bierchen nach dem Training fällt immer noch aus. Dann wäre, so Arnd Kauffeld, „unser Glück perfekt“. Und die neue Herausforderung, die 3. Liga, könnte kommen.

MT Melsungen

Mit mit vier Mannschaften ist der Bundesliga-Unterbau in die Halle zurück gekehrt. Neben der MT II in der Männer-Oberliga, die laut Spielplan des Hessischen Handball-Verbandes am 11. September mit 16 Mannschaften in die neue Saison gehen soll, auch Teams der A-Jugend (Bundesliga) sowie B- und C-Jugend (beide Oberliga). „Wir gehen vorsichtig ran“, erklärt Jugendleiter Renner. Gemeint ist eine Ballgewöhnungsphase mit in kleinen Dosen steigender Belastung.

Dabei scheint das von Athletik-Trainer Florian Sölter gesteuerte Individualprogramm für die A-Jugendlichen gefruchtet zu haben. „Die Jungs habe gut gearbeitet, einige sind kaum wieder zu erkennen“, sagt Axel Renner. Sehr zur Freude auch von Martin Röhrig, Nachfolger von Björn Brede und seit 1. Mai als einer von drei hauptamtlichen Trainern im Dienst der MT Talents: „Die Basis ist da. Darauf können wir aufbauen.“

Pregler, Kuntscher und Co. hatte der Ex-Coburger zuvor schon bei einigen Trainingseinheiten im Melsunger Waldstadion und bei einem Kooperationstraining mit Baunatal (in Baunatal) kennen gelernt. Nun darf der 54-Jährige mit seinen neuen Schützlingen endlich in der Halle ran, was bei ihm und seiner A-Jugend durchaus Erleichterung auslöst: „Das macht mehr Spaß und viel mehr Sinn.“

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