Duo nahm an Lehrgang der Nationalmannschaft teil

Handballerinnen Melina Hahn und Julia Hertha im Höhenflug

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Spielen vielleicht für Deutschland: Julia Hertha (links) und Melina Hahn, hier in den Meistershirts der C-Jugend der HSG Baunatal, könnten bald im Nationaltrikot auflaufen. Das Foto wurde vor der Corona-Krise gemacht. 

Viele sportliche Ereignisse rücken momentan in den Hintergrund. Im Auge sollte man sie dennoch behalten. So wie die hohe Anerkennung für die Leistungen von Julia Hertha und Melanie Hahn. Die beiden heimischen Hessenauswahlspielerinnen nahmen vor dem Abbruch der Saison am Sichtungslehrgang der Handballnationalmannschaft U15 teil.

Melina Hahn

„Diese Berufung hat mir sehr viel bedeutet. Sie ist ja auch eine Bestätigung. Damit gerechnet hatte ich nicht“, sagt Melina Hahn. Zumal sie sich, wie sie glaubt, dabei in Heidelberg gut präsentiert hat. Die 15-Jährige spielte in der vorzeitig beendeten Saison für die B-Jugend des GSV Eintracht Baunatal in der Landesliga. Und mit Zweitspielrecht für die C-Jugend der HSG Baunatal. Mit dieser wurde sie Meister der Oberliga Nord. „Der Titel ist ein kleiner Trost für die entgangene Chance, im Final Four, das nicht mehr ausgetragen wurde, sogar Hessenmeister zu werden“, sagt sie.

Zur kommenden Saison plant Hahn den Wechsel zur A-Jugend von Germania Fritzlar. In der B-Jugend wird sie vermutlich weiter für die HSG Baunatal angreifen. Weil deren C-Jugend Meister der Oberliga Nord wurde, erhalten die VW-Städter das Startrecht zur Oberliga. Der Weggang ins Handballinternat eines Bundesligavereins kommt für sie momentan nicht infrage. „Ich bin zwar sehr ehrgeizig, achte aber auch auf die Schule. Meine Freunde und mein Umfeld sind mir wichtig, und ich fahre gern mit dem Fahrrad zur Schule und zum Training.“

Auf die momentane Zeit ohne Handball hat die Baunataler Theodor-Heuss-Schülerin reagiert: „Ich habe mein Zimmer umgestellt, damit ich dort ein bisschen trainieren kann, und habe außerdem mit meinem Vater einen Trainingsplan ausgearbeitet.“

Julia Hertha

Auch die meist Jule genannte Julia Hertha spielte zuletzt für zwei Vereine. Wie Melina Hahn trug sie maßgeblich zum Triumph der HSG Baunatal in der Oberliga Nord bei. Zudem lief die 14-Jährige für die B-Jugend ihres Stammvereins JSG Ahnatal/Calden auf. „Die Zusammenarbeit der Klubs funktioniert dank klarer Absprachen gut“, unterstreicht sie.

Zur nächsten Saison folgt Jule ihrer Schwester Emma, U17-Nationalspielerin, zur HSG Blomberg/Lippe. „Ich habe dort schon trainiert und kenne mich aus. Ins Internat wie sie wollte ich aber nicht“, sagt Jule Hertha. „Soweit bin ich nicht, dass ich ausziehe. Dann müsste ich ja selbst waschen und kochen.“

Sportlich weiterkommen will die Schülerin der Vellmarer Ahnatalschule dennoch. „Man muss kleine Schritte gehen. Das ist in Blomberg möglich, weil alle Altersstufen auf hohem Niveau vertreten sind“, betont Hertha. Spielen wird sie zunächst in der B-Jugend. Auch sie bedauert den Ausfall des Final Four um die Hessenmeisterschaft. „Das ist richtig bitter. Wir haben darauf hingearbeitet und hätten uns gern mit den starken Gegnern gemessen. In unserer Liga haben wir ja viele Spiele hoch gewonnen“, sagt sie. Ebenso schlimm sei die derzeitige Phase ganz ohne Handball: „Das ist langweilig ohne Spiele und Training. Immerhin habe ich einen Laufplan vom Trainer aus Blomberg. Ich muss ja auf die Kondition achten.“

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